Shahak Shapira: Der „deutscheste Jude“ und sein ehrlicher AfD-Adventskalender


 Shahak Shapira bezeichnet sich selbst als
Shahak Shapira bezeichnet sich selbst als „deutschesten Juden der Welt“ Quelle: Sebastian Hänel
Mit einem „ehrlichen AfD-Adventskalender“ führt Shahak Shapira die Partei vor. Der 28-jährige Israeli bekommt dafür Morddrohungen, aber auch Applaus. Doch warum tut er sich das an?

Von Antje Hildebrandt | DIE WELT

Shahak Shapira steht jetzt morgens immer sehr früh auf, um noch Futter für seinen „ehrlichen AfD-Adventskalender“ zu suchen, bevor er zur Arbeit ins Büro fährt. Er sagt, dieser Kalender sei aus einer Laune heraus entstanden. Aber jetzt, da ihn ZDF-Moderator Jan Böhmermann auf Twitter beworben hat und täglich Tausende ein Türchen bei Twitter und Facebook öffnen, liege die Messlatte noch höher.

Shapira legt bekannten AfD-Politikern Parolen in den Mund. Aber er greift sie nicht aus der Luft. Er hat sich durch das Programm der Partei und die Biografien ihrer Mitglieder gewühlt. AfD-Chef Alexander Gauland, fand er heraus, machte 1959 nach der Schule aus der DDR in den Westen rüber. „Ich war selbst mal Flüchtling“, verrät er hinter der 13. Tür. „Jetzt hetze ich gegen welche.“

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