Kognitive Dissonanzen: „Gott war unter den Rädern“ in Berlin


foto: regine hendrich Beatrix Mayrhofer: intensive Schulung von Imamen notwendig.
foto: regine hendrich Beatrix Mayrhofer: intensive Schulung von Imamen notwendig.
Schwester Beatrix Mayrhofer, Präsidentin der österreichischen Frauenorden, über den Terror im Namen Gottes, den Mangel an Politikern mit Verantwortungsgefühl, Verliebtsein ohne Erfüllung und die ewige Treue zum Fußballgott

Interview Peter Mayr, Markus Rohrhofer | derStandard.at

STANDARD: Der Terroranschlag in Berlin hat erneut auf fürchterliche Weise gezeigt, wie verwundbar die Gesellschaft heute ist. Vor allem morden die Attentäter im Namen Gottes – wie geht es Ihnen damit?

Beatrix Mayrhofer: Wenn Unschuldige sterben müssen? Wenn ein Ort angegriffen wird, der an die Geburt Christi erinnert? Nein, das kann nicht der Wille Gottes sein. Wenn ich frage, wo Gott war, dann gibt es für mich nur eine Antwort, die genau aus der Botschaft von Weihnachten kommt. Er ist Mensch geworden, einer von uns. Gott war unter den Rädern.

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