In der Politik ist Panik vor Desinformation ausgebrochen


 Bild: Creator-bz/CC BY-SA-3.0
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Juncker fordert gemäß der allseits praktizierten Sündenbockstrategie „Glaubwürdigkeit“ von Sozialen Medien durch Kontrolle von Manipulationen ein, als ob die Politik selbst ein Hort der Wahrheit und der Fakten wäre

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Man könnte meinen, die deutsche Regierung sehe dem Untergang durch eine Flutwelle an Fake News entgegen, wenn man ungläubig gelesen hat, dass das Bundesinnenministerium ein „Abwehrzentrum gegen Desinformation“ plant. Es ist die Rede von einer Bedrohungslage durch Desinformation, weswegen es neben Bundeswehr nebst Cyberkommando, Polizei, Geheimdiensten, Bundesamt für Sicherheit und anderen Sicherheits- und Schutzkräften nun auch ein solches „Abwehrzentrum“ im Bundeskanzleramt geben soll, obgleich man mit den öffentlich-rechtlichen Medien doch über mächtige Kommunikationskanäle zur Verbreitung der Wahrheit verfügt. Aber bekanntlich stehen diese selbst mit den anderen großen Medien seit geraumer Zeit ebenso wie die etablierten Parteien in der Kritik, mitunter einseitig zu berichten („Lügenpresse“).

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