Armut in Deutschland: Keine volle Mahlzeit im reichen Land


„An Millionen Deutschen geht das vermeintliche Arbeitsplatzwunder in Deutschland komplett vorbei. Sie sind arm trotz Arbeit und haben massive Probleme, den täglichen Bedarf zu bestreiten.“ Das sagte die Arbeitsmarktexpertin der Linken, Sabine Zimmermann, den Ruhr Nachrichten.

Von Marcus Klöckner | TELEPOLIS

Der Grund für die Äußerung Zimmermanns: Eine Statistik des Statistischen Bundesamtes, die die Linksfraktion ausgewertet hat, zeigt auf, wie groß die Zahl prekärer Lebensverhältnisse in Deutschland mittlerweile ist. Die Statistik zur sogenannten „materiellen Entbehrung“ bringt zum Vorschein: 1,7 Millionen Menschen in Deutschland haben so wenig Einkommen zur Verfügung, dass sie sich nicht einmal jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit leisten können.

Doch die Zahl derer, die erhebliche Probleme haben, ihr Leben finanziell zu bestreiten, ist weitaus größer. Laut der Statistik sind 10,6 Millionen Menschen trotz Arbeit nicht in der Lage, Rücklagen für unvorhergesehene Auslagen zu bilden. Das entspricht fast 30 Prozent aller Erwerbstätigen.

Mit diesen Zahlen vor Augen wird deutlich: Auch in Deutschland gibt es eine große Gruppe der Bevölkerung, die zu den working poor gehört, also jenen Menschen, die trotz Arbeit arm oder zumindest armutsgefährdet sind (Die Armen in Deutschland)

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