Glockenexperte: Läuten zu Silvester hat keine kirchlichen Wurzeln


Wenn in der Silvesternacht die Kirchenglocken das neue Jahr einläuten, hat das nach Ansicht des Experten Andreas Philipp keine christlichen Wurzeln. „Wie beim Böllern klingt dabei ein bisschen das Vertreiben von Geistern und dunklen Mächten mit“, sagte der Glocken-Sachverständige der hannoverschen Landeskirche dem Evangelischen Pressedienst (epd). Inschriften auf Glocken deuteten noch auf die mittelalterliche Überzeugung hin, mit dem Glockenklang verbreite sich Segen. „Streng liturgisch besteht für die Kirchen dagegen kein Anlass zu läuten. Das Kirchenjahr beginnt ja schon am 1. Advent.“

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Im Mittelalter habe der Beginn des weltlichen neuen Jahres für die Kirche wohl keine große Rolle gespielt, sagte Philipp. Zudem hätten die Glocken per Hand geläutet werden müssen. „Man musste die Leute dafür bezahlen. Da wird es ein großes Geläut nur an hohen kirchlichen Feiertagen gegeben haben.“

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