Anschlag in Berlin: Irrtümlich Verdächtigter äußert sich


Naveed B. aus Pakistan wurde nach dem Anschlag am Breitscheidplatz festgenommen. Jetzt hat er dem Guardian erzählt, was danach passierte und warum er sich in Deutschland nicht mehr sicher fühlt.

Süddeutsche.de

Am 19. Dezember überquert Naveed B. eine Straße in Berlin. Ein Auto fährt auf ihn zu, er läuft schneller. Es ist ein Polizeiauto. Die Polizisten winken ihn herbei, er zeigt seinen Ausweis. Sie lassen ihn gehen, aber nur für einen kurzen Moment. Dann findet B. sich auf dem Rücksitz des Autos wieder, seine Hände hinter dem Rücken. Die Polizisten verdächtigen ihn, einen LKW in den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz gelenkt und zwölf Menschen getötet zu haben.

Dem Guardian gab B. nun exklusiv ein Interview. Der Zeitung erzählt er detailliert von seiner Festnahme. Die Polizisten hätten ihn ausgezogen und Fotos von ihm gemacht. Als er sich wehrte, schlugen sie ihn, berichtet er. Sie nahmen Blutproben. B. versuchte, den Polizisten klar zu machen, dass sie den Falschen haben. Die Kommunikation funktionierte schlecht, der Übersetzer sprach nur Punjabi und Urdu, nicht seine Muttersprache Balochi, ein Dialekt aus seiner Heimatregion Balochistan. Dem Guardian sagte B., er wisse nicht, ob die Polizei ihn bei der Vernehmung überhaupt richtig verstanden habe – diese wiederum habe ihm erst einmal erklären müssen, was sich in Berlin in der Nacht überhaupt abspielte.

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