Eine Autobahn für Tiere


Märkischer Kiefernwald,Bild: brightsblog(bb)
Märkischer Kiefernwald,Bild: brightsblog(bb)
Im Süden Brandenburgs entsteht der größte Wildtierkorridor Deutschlands. In Zukunft sollen Rothirsche, Wölfe, Rehe, Fischotter und Biber ohne größere Hindernisse von Polen bis nach Sachsen-Anhalt und weiter nach Westdeutschland wandern können.

Von Ralf Stork | Spektrum.de

Was nützt die schönste Wildnis, wenn keiner reinkommt und keiner raus? Was nützt zum Beispiel die riesige ursprüngliche Landschaft des Yellowstone-Nationalparks, wenn Grizzlybären, Elche, Hirsche und Wölfe darin gefangen sind, weil ihnen Straßen, Zäune und Siedlungen den Weg versperren? Gar nichts! Zu dieser Überzeugung kam jedenfalls der amerikanische Naturschützer Harvey Locke und gründete 1997 mit einigen Mitstreitern die Initiative Y2Y. Die griffige Abkürzung steht für Yellowstone to Yukon. Die Vision: Der älteste Nationalpark der Welt (Yellowstone) soll über einen Wildniskorridor wieder mit den großen, menschenleeren Schutzgebieten im Yukon-Territorium im Norden Kanadas verbunden werden. Die Tiere sollen so die Chance haben, halbwegs ungestört von einer Wildnisinsel zur anderen zu wandern. Dadurch können sie Inzucht vermeiden und sind besser für die Folgen des Klimawandels gewappnet: Wird es in einem Gebiet zu warm, sitzen die Tiere nicht mehr fest, sondern können in kühlere Regionen ausweichen.

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