Kirche und Faschismus: Die Geschäfte des Vatikans mit dem Teufel


Pius XI. und Mussolini. AP; AFP/picturedesk.com (Montage)
Pius XI. und Mussolini.
AP; AFP/picturedesk.com (Montage)
Pius XI. begeisterte sich für Italiens „Duce“ Mussolini, wie Kirchenforscher David I. Kertzer dokumentiert. Skrupel überkamen den Papst erst kurz vor seinem Tod – wegen Hitler.

Von Hans Woller | Süddeutsche.de

Sein Name kommt nur auf einer Seite vor, gleichwohl ist Rolf Hochhuth in David Kertzers Studie über Papst Pius XI. und den italienischen Faschismus omnipräsent. Sein Drama „Der Stellvertreter“ war in den 1960er-Jahren ein Welterfolg; die von Hochhuth provozierten Debatten über Pius XII. und den Holocaust sind seither nicht zur Ruhe gekommen. „Hitlers Papst“ garantiert noch immer Schlagzeilen.

Aber gilt das auch für seinen Vorgänger Pius XI.? Kertzers deutscher Verlag knüpft mit dem Titel „Der erste Stellvertreter“ jedenfalls an Hochhuths Skandalstück an, und auch der Kirchenhistoriker Hubert Wolf schlägt in seinem Vorwort nicht gerade leise Töne an: „Ohne Römische Kurie kein Faschismus, ohne Achille Ratti kein Benito Mussolini, ohne Pius XI. kein Duce“. Pius XI. sei der „erste Stellvertreter“ gewesen, „der den Faschismus und damit vielleicht auch den Nationalsozialismus überhaupt erst möglich machte“. Geschichte kann so einfach sein.

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