Ahnungslosigkeit: Ditib überprüft antisemitische Postings

ditib

Verband nennt Antisemitismus und Christenfeindlichkeit „absolut inakzeptabel“

DIE WELT

Der türkisch-islamische Dachverband Ditib hat eine Überprüfung diffamierender Äußerungen über Juden und Christen in Facebook-Postings angekündigt. Der Ditib-Vorstandsvorsitzende Nevzat Yasar Asikoglu erklärte am Dienstag in Köln, obwohl „diese hetzerischen Umtriebe“ nicht in Kenntnis oder in Anlehnung an die Ditib-Landesverbände oder den Ditib-Bundesverband erstellt worden seien, „werden entsprechende Untersuchungen stattfinden und Konsequenzen folgen“.

Unser ältester Ururahn war ein Winzling

So könnte der Ur-Deuterostome Saccorhytus coronarius zu Lebzeiten ausgesehen haben. © S Conway Morris / Jian Han
So könnte der Ur-Deuterostome Saccorhytus coronarius zu Lebzeiten ausgesehen haben. © S Conway Morris / Jian Han
Urahn einer gewaltigen Sippe: In China haben Paläontologen den möglicherweise ältesten Vorfahren aller Deuterostomen entdeckt, der großen Tiergruppe, zu der alle Wirbeltiere, Manteltiere und Stachelhäuter gehören. Das winzige Wesen besitzt einen sackartigen Körper und einen auffallend großen, dehnbaren Mund, aber keinen Anus. Es lebte wahrscheinlich zwischen Sandkörnern am Meeresgrund, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature“ berichten.

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Ob Wirbeltiere, Seeigel oder Manteltiere: So unterschiedlich diese Tiergruppen auch sind, sie alle gehören zu den Deuterostoma – dem Überstamm im Tierreich, der letztlich auch uns Menschen hervorbrachte. Allen Deuterostomen ist gemeinsam, dass ihr Rückenmark an der Körperrückseite liegt und dass ihr Mund sich im Embryo aus einer anderen Zellregion bildet als beispielsweise bei den Arthropoden.

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Kommt die Versöhnung zwischen Vatikan und Piusbruderschaft?

logo_fsspxDer Vatikan und die Priesterbruderschaft St. Pius X. gehen offensichtlich weiter aufeinander zu. Das berichtet „Radio Vatikan“ unter Berufung auf „Vatican Insider“.

kath.net

Laut dem Bericht arbeite der Vatikan „an der Perfektionierung der kanonischen Form“. Damit könnte die Piusbruderschaft künftig wieder Teil der römisch-katholischen Kirche werden. Dies erklärt der Vatikanbeauftragten für den Dialog mit den Piusbrüdern, Guido Pozzo, in der Zeitung. Die entsprechende Form werde dann eine „Personalprälatur“ sein. Das Abkommen mit den Piusbrüdern sei in Sichtweite. Es brauche aber noch ein bisschen Zeit.

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Pfullendorf: Militärseelsorge bietet Soldaten Unterstützung an

Militärpfarrer spenden gemeinsam den Segen
Militärpfarrer spenden gemeinsam den Segen
Der evangelische Militärbischof Sigurd Rink hat betroffen auf Berichte über entwürdigende Rituale bei der Bundeswehr im baden-württembergischen Pfullendorf reagiert. Es stünden massive Vorwürfe im Raum, sagte Rink am Dienstag.

evangelisch.de

„In der Bundeswehr dürfen sexuelle Nötigung und sadistische Übergriffe keinen Platz haben“, betonte er. Er bot den Soldaten Unterstützung durch die evangelischen Militärpfarrer an. Sie seien Seelsorger des Vertrauens, an die sich jeder wenden könne. Absolute Verschwiegenheit sei dabei garantiert, sagte der Militärbischof der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD).

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Österreich: Richter begrüßen geplantes Neutralitätsgebot

Symbolbild Gericht – (c) Presse (Fabry) undefined Kommentare
Symbolbild Gericht – (c) Presse (Fabry)
Geht es nach der Richtervereinigung, gehörten schon längst alle religiösen und weltanschaulichen Symbole aus den Verhandlungssälen entfernt.

Die Presse.com

Die Richtervereinigung freut sich über die Pläne der Regierung, religiöse Symbole im öffentlichen Dienst zu verbannen. Ein solches weltanschauliches Neutralitätsgebot sei bereits eine langjährige Forderung der Richter gewesen, sagte Präsident Werner Zinkl am Dienstag. Er hofft, dass auch das christliche Kreuz in den Verhandlungssälen bald der Vergangenheit angehören wird.

Geht es nach der Richtervereinigung, gehörten schon längst alle religiösen und weltanschaulichen Symbole aus den Verhandlungssälen entfernt. Laut Zinkl müsse man jeglichen Anschein von Befangenheit und Voreingenommenheit verhindern. Aber nicht nur etwa Kopftücher bei Richterinnen sollen betroffen sein. „Ich hoffe auf Nägel mit Köpfen und dass auch Kreuze betroffen sind“, meint der Präsident der Richtervereinigung. Damit hoffen die Richter auf mehr, als es Integrationsminister Sebastian Kurz (ÖVP) beabsichtigt und der sich bei Kreuzen eine Ausnahme vorstellen kann.

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Mahatma Gandhi: Der gewaltfreie Dschihadist

Gandhi sitzt in einer undatierten Aufnahme bei Muslimen in Neu-Delhi und versucht, die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Hindus zu schlichten. (picture-alliance / dpa)
Gandhi sitzt in einer undatierten Aufnahme bei Muslimen in Neu-Delhi und versucht, die blutigen Auseinandersetzungen zwischen Muslimen und Hindus zu schlichten. (picture-alliance / dpa)
Sein Kampf gegen Gewalt machte ihn zum hinduistischen Helden. Was wenig bekannt ist: Gandhi setzte sich intensiv mit dem Koran auseinander, er bewunderte Mohammed und glaubte an das Verbindende beider Religionen. Die Konflikte zwischen dem hinduistischen Indien und dem muslimischen Pakistan ließen Gandhis Träume brutal platzen. Was nützt seine Botschaft heute?

Von Thomas Klatt | Deutschlandfunk

„Ich glaube fest daran, dass alle großen Religionen der Welt Wahrheit enthalten. Es wird keinen dauerhaften Frieden auf der Welt geben, solange wir nicht lernen, nicht nur anderen Glauben zu tolerieren, sondern als unseren eigenen zu respektieren“, sagt die Historikerin Gita Dharampal-Frick vom Südostasien Institut der Universität Heidelberg. Sie zitiert aus den Schriften Mahatma Gandhis. Schon in seiner Kindheit im westindische Gujarat erlebte Gandhi den mütterlichen Pranami-Glauben als eine volkstümliche Durchmischung von Hinduismus und Islam. So las der Hindu-Priester sowohl aus dem Koran als auch aus der Bagavadgita.

Dharampal-Frick erklärt:  „Auf Grund dieser grundlegenden Erfahrung betonte Gandhis hindu-muslimische Religiosität die gemeinsame innere Bedeutung der Religion, die sich in der Stärke von individueller Verehrung äußert und weniger von der formellen Zugehörigkeit zu einer bestimmten Religion abhängt. Orthopraxis statt Orthodoxie war es, was Gandhi wichtig war. Es war diese interreligiöse Volksfrömmigkeit, die vom Singen von Hymnen, dem Verwenden von Symbolen beiden Religionen bestimmt war, die die religiöse Dichtung Indiens darstellte. Daher wurde das Singen von Hymnen auch als tägliche Praxis in Gandhis Gebetstreffen aufgenommen, später in Südafrika und in Indien.“

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Berliner Anschlag: Verhallte Warnungen aus Marokko

Der marokkanische Geheimdienst wies mehrfach auf den Berliner Attentäter Anis Amri hin. Deutsche Behörden gingen darauf nicht ein

Von Harald Neuber | TELEPOLIS

Haben deutsche Sicherheitsbehörden im Fall des Attentäters Anis Amri geheimdienstliche Hinweise aus Marokko ignoriert und den Anschlag am Berliner Beritscheidplatz am 19. Dezember durch Fahrlässigkeit ermöglicht?

In der laufenden Debatte gelingt es der Bundesregierung zumindest nicht, entsprechende Vermutungen zu zerstreuen. Grund dafür ist auch eine massiv widersprüchliche Informationspolitik. Die Opposition im Bundestag und im Berliner Abgeordnetenhaus fordert daher weitere Ermittlungen – und stößt auf eine Mauer des Schweigens und mutmaßlicher Desinformation.

Wie inzwischen bekannt ist, informierte Marokko die deutschen Behörden im September und Oktober mehrmals über den Terroristen Amri, der bereits damals als Anhänger der Gruppe „Islamischer Staat“ (IS) bekannt war. Dessen ungeachtet hieß es in der Antwort auf eine Frage der Linksfraktion noch Ende Dezember, „in keiner dieser Mitteilungen“ sei „über mögliche Anschlagspläne des AMRI berichtet“ worden.

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Terroristen darf das Asylrecht verweigert werden

 Der Eingang zum Europäischen Gerichtshof in Luxembourg. (Foto: AP)
Der Eingang zum Europäischen Gerichtshof in Luxembourg. (Foto: AP)
  • Ein verurteilter Terrorist hatte in Belgien Asyl beantragt, um seine Abschiebung nach Marokko zu verhindern.
  • Die belgische Ausländerbehörde hatte dem Mann zunächst Recht gegeben.
  • Der EuGH stellte nun klar: Wer einer Terrorgruppe angehört, dem darf das Asylrecht verweigert werden.

Von Wolfgang Janisch | Süddeutsche.de

Darf ein verurteilter Terrorist von der Anerkennung als Flüchtling ausgeschlossen werden? Der Europäische Gerichtshof hat sich ausführlich mit dieser Frage auseinandergesetzt – und nun entschieden: Terroristen darf das Asylrecht verweigert werden.

Geklagt hatte ein Marokkaner, der seit 1997 in Belgien lebt und sich dort der Terrorzelle „Islamische Gruppe marokkanischer Kämpfer“ angeschlossen hat. Das steht rechtskräftig fest, ein belgisches Gericht hatte ihn 2006 als führendes Mitglied einer terroristischen Vereinigung zu sechs Jahren Haft verurteilt. Auch als Passfälscher und Schleuser von Kämpfern in den Irak hatte er sich betätigt. Vier Jahre später beantragte der Mann seine Anerkennung als Flüchtling – weil er fürchtete, bei einer Abschiebung nach Marokko als radikaler Islamist und Dschihadist eingestuft zu werden.

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Ehemalige Kindgöttin vermisste ihre Sänfte

Chanira Bajracharya, hier im Mai 2016, wird in Lalitpur bei Kathamandu von einem Priester zu einer Veranstaltung getragen. Die Tradition verbietet es, dass Bajracharyas Füsse den Boden berühren. (Bild: Narendra Shrestha / Epa)
Chanira Bajracharya, hier im Mai 2016, wird in Lalitpur bei Kathamandu von einem Priester zu einer Veranstaltung getragen. Die Tradition verbietet es, dass Bajracharyas Füsse den Boden berühren. (Bild: Narendra Shrestha / Epa)
Die Tradition verbietet es, dass die Kumari, die Inkarnationen der Hindugöttin Teleju, mit den Füssen den Boden berührt. Die jüngste Kindgöttin sagt nun, sie sei bei Ablauf ihrer Amtszeit das letzte Mal vor neun Jahren gelaufen.

Neue Zürcher Zeitung

Die ehemalige Kindgöttin Chanira Bajracharya aus Nepal vermisste nach dem Ablauf ihrer Amtszeit vor allem ihre Sänfte. «Ich musste zu einem nahe gelegenen Tempel gehen. Dabei war ich das letzte Mal vor neun Jahren zu Fuss auf der Strasse unterwegs gewesen und war es nicht mehr gewohnt. Ich wünschte, es hätte mich jemand auf meiner Sänfte getragen», erinnert sich die 21-Jährige.

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Warum die Uni Greifswald ihren Namen ändert – Judenhasser Luther feiert man

 Ernst Moritz Arndt - die Statue bleibt, der Name muss weg. (Foto: dpa)
Ernst Moritz Arndt – die Statue bleibt, der Name muss weg. (Foto: dpa)
  • Die Uni Greifswald hat den Namen des Publizisten Ernst Moritz Arndt abgelegt.
  • Arndt war Abgeordneter in der Frankfurter Paulskirche, es sind aber auch diverse antisemitische und fremdenfeinliche Zitate von ihm dokumentiert.
  • Abgeordnete von AfD und CDU protestierten im Schweriner Landtag gegen die Entscheidung.

Von Paul Munzinger | Süddeutsche.de

In Zink, ein Bein übers andere geschlagen, das Kinn auf die linke Hand gestützt – so wird Ernst Moritz Arndt auch künftig vor der Universität Greifswald sitzen: als Teil eines Denkmals vor dem Hauptgebäude. Den Namen des Publizisten aber hat die Universität abgelegt, sie heißt nur noch Universität Greifswald. So hat es der Akademische Senat am 18. Januar entschieden, mit 24 zu elf Stimmen.

Es ist das vorläufige Ende einer Debatte, die der Universität seit der Wende keine Ruhe ließ. Der Fall Arndt rührt an die in Deutschland stets heiklen Fragen, wo die Ehrwürdigkeit historischer Persönlichkeiten endet, und ob man gegenwärtige Maßstäbe auf die Vergangenheit übertragen darf.

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Kuschelkurs vorbei? US-Konzerne schießen gegen Trumps Einreisestopp

Hat Donald Trump mit dem Einreisestopp den Bogen überspannt – AFP (JOSHUA LOTT)
Hat Donald Trump mit dem Einreisestopp den Bogen überspannt – AFP (JOSHUA LOTT)
Erstmals gibt es richtig Gegenwind für den neuen US-Präsidenten Donald Trump. Dass sogar Goldman Sachs sich in die Reihe der Kritiker stellt, spricht Bände.

Die Presse.com

Führende Vertreter von US-Technologiekonzernen wollen am (heutigen) Dienstag über eine Unterstützung für Klagen gegen das von US-Präsident Donald Trump angeordnete Einreiseverbot für Menschen aus sieben überwiegend muslimischen Ländern beraten. Nach Angaben des Organisators – der Softwareschmiede GitHub – sollen unter anderem Google, Airbnb und Netflix an dem Treffen teilnehmen. Die Unternehmen selbst waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Bei dem Treffen geht es nach Angaben des Softwareentwicklers GitHub darum, ob man anhängige Klagen gegen die Einreiseverbote durch Stellungnahmen an die zuständigen Gerichte, genannt „amicus brief“, unterstützt. Diese Stellungnahmen können von nicht unmittelbaren Prozessbeteiligten eingereicht werden, um Richtern zusätzliche Argumente oder Informationen an die Hand zu geben. Die Technologiebranche gehört zu den schärfsten Kritikern der Einreiseverbote, auch weil sie in besonderem Maße auf hochqualifizierte Mitarbeiter aus aller Welt setzt. Bereits am Montag hatte Amazon seine Unterstützung für eine Klage gegen die Einreiseverbote erklärt, die vom Washingtoner Generalstaatsanwalt angestrengt wurde.

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Kosmos: „Zentrum der Abstoßung“ entdeckt

Unsere Lokale Gruppe wird nicht nur vom Shapley Attraktor angezogen, ein neuentdecktes Zentrum der Abstoßung auf der anderen Seite unseres Superclusters drängt sie auch aktiv weg. © Hoffman et al. /IRFU
Unsere Lokale Gruppe wird nicht nur vom Shapley Attraktor angezogen, ein neuentdecktes Zentrum der Abstoßung auf der anderen Seite unseres Superclusters drängt sie auch aktiv weg. © Hoffman et al. /IRFU
Rätselhafter „Repeller“: In unserer kosmischen Nachbarschaft haben Astronomen erstmals eine aktiv abstoßend wirkende Region des Alls entdeckt. Sie drängt die Milchstraße und die Lokale Gruppe von sich weg und beeinflusst dabei ihre Bewegungen überraschend stark, wie die Forscher im Fachmagazin „Nature Astronomy“ berichten. Das neuentdeckte Zentrum der Abstoßung wirkt demnach mindestens genauso stark wie die Anziehung durch den sogenannten Shapley Attraktor. Warum, ist bisher offen.

scinexx

Unsere Milchstraße ist Teil einer hierarchisch gegliederten Ansammlung von Galaxien und Galaxienhaufen. Dieser rund 520 Millionen Lichtjahre große Region ist Laniakea – unsere kosmische Heimat. In diesem Supercluster stehen unsere Milchstraße und ihre Lokale Gruppe nicht still, sondern sie bewegen sich: Sie rasen mit rund 630 Kilometern pro Sekunde – umgerechnet zwei Millionen Kilometer pro Stunde – durch das All.

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Restaurant Robin Hood: Von den Reichen nehmen und den Armen geben

 Vater Ángel (links) sitzt mit den Gästen am Tisch © Pablo Blazquez Dominguez/Getty Images
Vater Ángel (links) sitzt mit den Gästen am Tisch © Pablo Blazquez Dominguez/Getty Images
Die Idee ist so alt wie genial: Während morgens und mittags die Restaurant-Gäste für ihr Essen zahlen, bekommen abends Obdachlose ihr Menü kostenlos. Das kommt so gut an, dass der Mittagstisch über Monate ausgebucht ist. Und Starköche sich um den Herd reißen.

stern.de

Es war Anfang Dezember, als in der spanischen Hauptstadt das Restaurant Robin Hood eröffnet hat. Unter der Leitung des 80-jährigen katholischen Priesters Ángel García Rodriguez setzt es ein Konzept um, das von wunderbarem Erfolg gekrönt ist. Kein Wunder, dass den Priester alle „Vater Engel“ nennen. Dem Restaurant liegt das klassische Robin-Hood-Prinzip zugrunde, nur dass niemand dabei zu schaden kommt. Dadurch dass Frühstücks- und Mittagsgäste ihre Rechnung begleichen, finanzieren sie das Essen abends für Gäste ohne Geld. Obdachlose, die sich einen Restaurantbesuch nicht leisten können.

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Erster US-Soldat im Jemen nach Amtsantritt von Trump getötet

US-Drohne. Bild: DoD
US-Drohne. Bild: DoD
Bei einem Angriff von US-Spezialeinheiten kamen 30 Menschen, darunter auch die Tochter von al-Awlaki, ums Leben, das Pentagon spricht nur von 14 getöteten al-Qaida-Kämpfern

Von Emran Feroz | TELEPOLIS

Bereits in den ersten Tagen seiner Amtszeit hat US-Präsident Donald Trump mehrere Todesopfer auf seinem Konto. Laut Pentagon fanden zwischen den 20. und dem 22. Januar drei Drohnen-Angriffe in der jemenitischen Provinz Baydah statt. Mindestens fünf Menschen, allesamt „mutmaßliche Al-Qaida-Kämpfer“, sollen dabei getötet worden sein.

Der erste Angriff wurde noch von der Obama-Administration abgesegnet, die restlichen zwei von deren Nachfolger. Die Identitäten der Opfer sind weiterhin unklar. Dass alle Opfer von Drohnen-Angriffen erst einmal zu militanten Kämpfern und extremistischen Fanatikern degradiert werden, ist zu einem alltäglichen Prozedere im Weißen Haus geworden, was sich unter Trump nicht ändern wird.

Eine weitere US-Operation im Jemen fand in der Nacht zum 29. Januar statt. Ebenfalls in der Provinz Baydah wurden bei dem nächtlichen Einsatz über dreißig Menschen getötet, unter ihnen befanden sich zahlreiche Zivilisten. Die US-Regierung spricht lediglich von vierzehn getöteten Al-Qaida-Kämpfern. Außerdem wurde ein US-Soldat getötet, zwei weitere wurden verletzt. Sowohl bewaffnete Drohnen als auch Spezialtruppen der Navy SEALs am Boden kamen bei der Operation zum Einsatz.

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African Villagers Use Satellite Data to Help Save Wild Chimpanzees

A century ago, an estimated two million wild chimpanzees thrived in the dense forests of central Africa. But steady human encroachment into chimp territory, along with poaching, has caused the population to dwindle to a quarter of its historic size, with under 345,000 projected to be left in their native habitats today.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

Given that chimpanzees are a keystone species and the closest extant relative to humans, their rapid decline in the wild has sparked widespread concern. In response, NASA and the Jane Goodall Institute partnered on a project that aims to use space-down views of chimpanzee habitats to guide local activists involved in conservation. The early results of this ongoing collaboration were recently in this short documentary.

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Israel will palästinensisches Privatland konfiszieren

Im Westjordanland wird die israelische Siedlung Ariel nahe der Stadt Nablus ausgebaut. – (c) APA/AFP/JACK GUEZ (JACK GUEZ)
Im Westjordanland wird die israelische Siedlung Ariel nahe der Stadt Nablus ausgebaut. – (c) APA/AFP/JACK GUEZ (JACK GUEZ)
Die Legalisierung Tausender Siedlerwohnungen in Israel soll rasch durchs Parlament. Der Generalstaatsanwalt warnt, das Gesetz verstoße gegen israelisches Recht.

Die Presse.com

Die israelische Regierung will mit einem umstrittenen Gesetz Tausende von Siedlerwohnungen auf palästinensischem Privatland legalisieren. Eine für Montag angekündigte Abstimmung im Parlament wurde zunächst verschoben. Anschließend hieß es jedoch, sie solle planmäßig stattfinden.

Es wurde mit weiteren Verzögerungen gerechnet, weil die Opposition Hunderte von Einwänden eingereicht hat und die Billigung auch mit Dauerreden behindern wollte. Israels konservativer Regierungschef Benjamin Netanyahu hatte gesagt, man wolle mit dem Gesetz die Besiedlung des besetzten Westjordanlands „ein für alle Mal regeln“.

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Das Sterben eines Sterns

Bild: ESA/Hubble & NASA/Judy Schmidt
Bild: ESA/Hubble & NASA/Judy Schmidt
Mit dem Hubble-Weltraumteleskop ist wieder eine spektakuläre Aufnahme gelungen

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Mit dem Hubble-Weltraum-Teleskop ist Wissenschaftlern wieder ein spektakuläres Bild eines sterbenden Sterns gelungen, der 5000 Lichtjahre von der Erde entfernt ist. Es zeigt einen Stern, der heißes Gas ausströmt, das mit der Materie des umgebenden planetaren Nebels kollidiert. Das Bild wurde heute veröffentlicht.

Der Stern im Calabash-Nebel (OH 231.8+04.2) im Sternbild Puppis zeigt, wie auch die Sonne dereinst sterben könnte. Der Stern verändert sich „schnell“ von einem roten Riesen in einen planetaren Nebel, so schnell, schreiben die Astronomen, dass es selten gelingt, solche Aufnahmen überhaupt zu machen. In tausend Jahren soll nämlich der entstehende Nebel zu einem ausgewachsenen planetaren Nebel geworden sein.

Das Material wird mit einer gewaltigen Geschwindigkeit ausgestoßen.Das auf dem Bild in Geld dargestellte Gas bewegt sich fast mit einer Million Kilometer pro Stunde.

US-Botschaft in Berlin: „Sie werden keinen Eintritt erhalten“

Die US-amerikanische Botschaft am Pariser Platz. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/ Times
Die US-amerikanische Botschaft am Pariser Platz. Bild: wikimedia.org/CC BY-SA 3.0/ Times
„Wenn Sie bereits einen Termin haben, nehmen Sie diesen bitte nicht wahr“: Die US-Botschaft wendet sich in einer dringenden Mitteilung an die mehr als 130.000 von Trumps Einreiseverbot betroffenen Deutschen.

DIE WELT

Deutsche Staatsbürger, die auch einen Pass der Länder Irak, Iran, Libyen, Somalia, Sudan, Syrien oder Jemen besitzen, erhalten derzeit kein US-Visum von den Konsulaten in Deutschland.

„Wenn Sie ein Staatsbürger oder ein doppelter Staatsbürger eines dieser Länder sind, vereinbaren Sie bitte keinen Termin für ein Visuminterview und zahlen Sie zum jetzigen Zeitpunkt keinerlei Visumgebühr“, heißt es in einer englischsprachigen „dringenden Mitteilung“, die die US-Botschaft in Berlin am Montag auf Facebook veröffentlichte. „Wenn Sie bereits einen Termin vereinbart haben, nehmen Sie diesen bitte nicht wahr. Sie werden keinen Eintritt in die Botschaft/das Konsulat erhalten.“

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Homosexuelle können in Norwegen kirchlich heiraten

Symbolbild. Die norwegische Lutheranische Kirche ist für die Trauung homosexueller Paare nun liturgisch bereit. – (c) APA/AFP/SAM YEH (SAM YEH)
Symbolbild. Die norwegische Lutheranische Kirche ist für die Trauung homosexueller Paare nun liturgisch bereit. – (c) APA/AFP/SAM YEH (SAM YEH)
Das dritte skandinavische Land öffnet seine Liturgie für homosexuelle Paare. Nicht alle in der Kirche sind damit einverstanden. Geistliche können eine Trauung ablehnen.

Die Presse.com

Schwule und Lesben in Norwegen können sich von diesem Mittwoch an auch in der Kirche das Ja-Wort geben. Die Synode der Lutheranischen Volkskirche verabschiedete am Montag in Trondheim eine Liturgie, die die kirchliche Trauung von homosexuellen Paaren möglich macht. 89 von 112 Mitgliedern votierten für den Vorschlag.

Zuvor hatte das Kirchenparlament im vergangenen Jahr für die Homo-Ehe vor dem Traualtar gestimmt. Für die neue Liturgie wurde der traditionelle Text leicht geändert. So heißt es daran etwa nicht „Braut und Bräutigam“. Zudem werden einige andere Bibelstellen zitiert.

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Earth Has Been Sneezing Biogenic Oxygen on the Moon for Billions of Years

Themenbild
Themenbild: NASA
The Moon may be liberally sprinkled with oxygen created by life on Earth, according to new research published Monday in Nature Astronomy. This opens up the possibility that “the Earth’s atmosphere of billions of years ago may be preserved on the present-day lunar surface,” in the words of the paper’s authors, led by Osaka University planetary scientist Kentaro Terada.

By Becky Ferreira | MOTHERBOARD

The notion that Earth has been periodically sneezing its sky stuff on the Moon, spraying it with the exhalations of now-extinct lifeforms, is not entirely new. Previous teams have suggested that nitrogen and noble gases embedded in the Moon’s soil originated on Earth.

But Terada and his co-authors are the first to present evidence that oxygen, an essential ingredient and byproduct of terrestrial life, is regularly peppered all over the Moon’s surface.

The team used data collected by the Japanese Kaguya spacecraft in 2008 to show that Earth-brand oxygen ions can make this giant leap during a special five day period in the satellite’s orbit, when Earth is located between the Sun and the Moon.

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