Saima – das traurige Schicksal einer Kinderbraut


 Saima (16) wurde von ihrem Vater mit Mohammad Ramzan (36) verheiratet Quelle: AP
Saima (16) wurde von ihrem Vater mit Mohammad Ramzan (36) verheiratet Quelle: AP
Die Mutter sagt, Mädchen sind eine Last und beschmutzen die Ehre. Der Vater tauscht die Tochter mit 14 Jahren gegen eine Zweitfrau, die ihm Söhne schenken soll: Die Geschichte einer geraubten Kindheit.

Von Claudia Becker | DIE WELT

In Urdu, der pakistanischen Amtssprache, heißt es „Watta Satta“ – „Geben und Nehmen“. Es bezeichnet nicht den Tausch von Getreide gegen Eier oder von Ziegen gegen Hühner. Es bezeichnet den Tausch von Mädchen: Von Töchtern und Schwestern, von jungen Frauen, die oft noch viel zu jung sind, um als Frauen bezeichnet zu werden – auch wenn ihre Familien der Meinung sind, dass es Zeit für sie ist, zu heiraten und Kinder zu bekommen.

So wie für Saima aus dem Süden der pakistanischen Provinz Punjab. Ihr Schicksal steht für den Leidensweg Zahlloser in Pakistan und überall dort, wo Mädchen als wert- und rechtlose Last empfunden werden. Ihr Schicksal, das die AP-Journalistin Kathy Gannon öffentlich gemacht hat, öffnet auf besonders bestürzende Art den Blick in eine Tradition, die Mädchen bestenfalls als Sexobjekt, Gebärmaschine und Tauschware betrachtet. In eine Tradition, die auch deshalb funktioniert, weil sie von den Mütterm befördert wird.

weiterlesen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s