‚Der Herr der Ringe ist natürlich ein fundamental katholisches Werk‘


Bild: wikimedia.org/PD
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Am 3. Januar 2017 jährt sich der 125. Todestag von John Ronald Reuel Tolkien. Der britischer Schriftsteller, der unter anderem die Romane „Der Herr der Ringe“ und „Der Hobbit“ geschrieben hat, war auch gläubiger Katholik.

Von Michael Waldstein | kath.net

Nach seiner Flucht vor den schwarzen Reitern findet Frodo sich im Haus Elronds im Bruchtal wieder. Dort erfährt er eine Schönheit in der Musik der Elben, die seine engen Vorstellungen aus dem Auenland weit übertreffen. „Zuerst bezauberten ihn die Schönheit der Melodien und die eingeflochtenen Wörter in der Elbensprache, obwohl er sie kaum verstand, sobald er begonnen hatte, aufzumerken. Fast schien es als nähmen die Wörter Gestalt an, und Visionen von fernen Landen und hellen Dingen, die er sich niemals hatte vorstellen können, erschlossen sich vor ihm; und die vom Feuer erleuchtete Halle wurde zu einem goldenen Nebel über unermesslichen Meeren, die an den Rändern der Welt seufzten.

Dann wurde die Verzauberung immer traumähnlicher, bis er das Gefühl hatte, über ihn fließe ein endloser Strom von wallendem Gold und Silber hinweg, der zu vielfältig war, as dass er sein Muster hätte begreifen können.“

Bevor die Musik zu Ende geht nimmt Bilbo Frodo am Arm und sagt, „Nicht, dass Hobbits jemals so viel Geschmack an Musik und Poesie und Erzählungen finden werden wie Elben. Sie scheinen sich ebensoviel daraus zu machen wie aus Essen und Trinken. Jetzt werden sie noch lange dabeibleiben. Was meinst du, wollen wir uns zu ein wenig mehr ruhiger Unterhaltung davonstehlen?“ Mit Bedauern wendet Frodo sich ab und folgt ihm.

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