Substanzlose Polemik


© dpa Polizisten am Silvestertag vor dem Kölner Hauptbahnhof
© dpa Polizisten am Silvestertag vor dem Kölner Hauptbahnhof
Wer der richtig und entschlossen handelnden Kölner Polizei Rassismus vorwirft, setzt die Handlungsfähigkeit des Staates aufs Spiel. Und das wegen ein paar haltloser Tweets. Ein Kommentar.

Von Frank Lübberding | Frankfurter Allgemeine

Wer wissen will, was vor zwölf Monaten in Köln an Silvester schief lief, findet in diesem noch jungen Jahr die passende Erklärung. Mit einem massiven Polizeiaufgebot hat der Kölner Polizeipräsident Jürgen Mathies eine Wiederholung der Ereignisse vom Silvestertag 2015 unterbunden. Einer der zentralen Plätze der Republik sollte nicht abermals zum rechtsfreien Raum für nordafrikanische Intensivtäter werden. Einer der Gründe für das skandalöse Versagen der Kölner Polizei vor einem Jahr war die Angst vor der öffentlichen Debatte nach einem entschlossenen Durchgreifen. Mit dem Vorwurf des Rassismus ist man in diesem Land immer schnell zur Hand, selbst wenn die Fakten dem entgegenstehen. Nach Silvester 2015 hatten manche Akteure ja sogar Schwierigkeiten damit, die Taten anzuerkennen und die Tätergruppe zu bezeichnen. Lieber diskutierten sie in den sozialen Netzwerken und im ZDF-„Morgenmagazin“ über sexuelle Belästigung auf dem Münchner Oktoberfest, allerdings mit erfundenen Zahlen.

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