Boff rechnet mit Reformen des Papstes beim Zölibat


Leonardo Boff. Screenshot: bb
Leonardo Boff. Screenshot: bb

Verheiratete Priester in Brasilien könnten demnächst wieder in der Seelsorge eingesetzt werden. Damit rechnet jedenfalls der brasilianische Befreiungstheologe und Ex-Franziskanerpater Leonardo Boff.

religion.ORF.at

„Das ist eine ausdrückliche Bitte der brasilianischen Bischöfe an den Papst“, sagte Boff dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ vergangene Woche. Papst Franziskus wolle dieser Bitte – zunächst für eine Experimentier-Phase in Brasilien – entsprechen, sagte Boff unter Berufung auf Informationen aus der Umgebung des Papstes.

„Fesseln des Zölibats“ lösen

Er verwies auf eine damit verbundene Abmilderung des weltweit zu beobachtenden Priestermangels: „Dieses Land mit seinen 140 Millionen Katholiken sollte wenigstens 100.000 Priester haben. Es gibt aber nur 18.000. Institutionell gesehen, ist das eine Katastrophe“, sagte Boff. Zudem wäre ein solches Experiment „ein Impuls, dass die katholische Kirche die Fessel des Pflichtzölibats löst.“

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