Vor 200 Jahren wurde in Hamburg das Liberale Judentum begründet


Neuer Tempel in der Poolstraße 1844, Hamburg. Bild: wikimedia.org/PD
Neuer Tempel in der Poolstraße 1844, Hamburg. Bild: wikimedia.org/PD
Sie stritten für die Gleichberechtigung der Frau, eine kulturelle Öffnung der Gemeinden und Predigten in deutscher Sprache

Von Thomas Morell | DIE WELT

Vor 200 Jahren, im Dezember 1817, gründeten 65 jüdische Hausväter den Hamburger Tempelverein. Er gilt als Wurzel des Liberalen Judentums, zu dem sich heute etwa 1,7 der weltweit 14 Millionen Juden zugehörig fühlen. Besonders weit verbreitet ist es in den USA. International werde das Jubiläum in den jüdischen Gemeinden Beachtung finden, sagt Andreas Brämer, Vizedirektor des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden. „Die Welt blickt auf Hamburg.“ Die Hansestadt will das Jubiläumsjahr mit einem Senatsempfang, einer Konferenz und Konzerten begehen.

Wesentliche Merkmale des Liberalen Judentums sind die Gleichberechtigung der Frauen, Predigten in deutscher Sprache und der Einsatz von Musikinstrumenten. Statt auf die strenge Befolgung der Gebote wird mehr Wert auf ethisches Handeln und den Dialog mit der nichtjüdischen Gesellschaft gelegt. Anhänger waren in Hamburg vor allem Mitglieder der bürgerlichen Oberschicht. Die Gründer hofften vor allem auf eine Wiederbelebung des Judentums. Statt von einer Synagoge sprachen sie von ihrem „Tempel“.

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