Wannseekonferenz: Wie der Massenmord an Juden zum Holocaust wurde


Das Haus der Wannseekonferenz.Foto: dpa
Das Haus der Wannseekonferenz.Foto: dpa
Vor 75 Jahren verhandelten Nazi-Bürokraten am Wannsee über den Holocaust. Für den Historiker Peter Longerich ist die Konferenz nicht der Beginn, weil der Massenmord an Juden längst im Gang war.

DER TAGESSPIEGEL

Die Wannseekonferenz am 20. Januar 1942 gilt gemeinhin als der große Ausgangspunkt für den industriellen Massenmord an Europas Juden. „Im Zuge dieser Endlösung kommen rund 11 Millionen Juden in Betracht“, vermerkt lapidar das Protokoll des Treffens von 15 hochrangigen Bürokraten in Zivil und Uniform im SS-Gästehaus im Süden Berlins. „Im Anschluss an die Besprechung war ein Frühstück vorgesehen“, berichtet der Historiker Peter Longerich in seinem neuen Buch zu der Konferenz, die wohl nicht länger als anderthalb Stunden dauerte.

Über die Atmosphäre schreibt er, die Männer, darunter neun Juristen mit Doktortitel, hätten dem Protokoll zufolge „in engagierter, sachlicher und sachkundiger Form“ diskutiert. Es gab Kontroversen im Detail, „ohne dass auch nur einer das Gesamtprojekt, den Mord an 11 Millionen Juden in Frage stellte“.

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