Luther und Islam: Türken sind Element der Apokalypse


Was würde Luther zur Kölner Moschee sagen? (Christian Röther)
Was würde Luther zur Kölner Moschee sagen? (Christian Röther)
Im Reformationsjahr wird auch immer wieder ein Blick auf die Schattenseiten Martin Luthers geworfen, besonders auf seinen Judenhass. Was weniger beachtet wird: Der Reformator sah im Islam eine Bedrohung – wie so viele seiner Zeitgenossen. Manche Islamgegner bemühen das bis heute, die Kirche jedoch positioniert sich anders.

Von Christian Röther | Deutschlandfunk

Zur Zeit Martin Luthers sind die christlichen Mächte in Europa untereinander zerstritten, führen Kriege. Doch was einige von ihnen eint, ist ein gemeinsamer Feind, ein islamischer: das Osmanische Reich, „die Türken“, wie man damals sagte. Sein Leben lang setzt sich auch Martin Luther mit „den Türken“ auseinander. Zunächst spricht sich Luther gegen einen Kreuzzug gegen die Türken aus. Er ist überzeugt, dass die Türken eine Strafe Gottes sind – eine „Zuchtrute“, wie der evangelische Kirchenhistoriker Thomas Kaufmann erläutert:

„Gott knallt mit dieser Peitsche über die Christenheit und die Christenheit ist durch die Bedrohung durch die Türken zu Buße gerufen und nicht dazu, sich militärisch gegen die von Gott verfügte, verhängte Strafe zu wehren.“

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