Erasmus im Streit mit Luther“Heiliger Sokrates, bitte für uns!“


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Der „geknechtete Wille“ bei Martin Luther und der „freie Wille“ bei Erasmus von Rotterdam (links: dpa – Fotoreport / rechts: dpa Bilderdienste)
Der eine poltert, der andere ist feinsinnig: Martin Luther will die Welt aus den Angeln heben, Erasmus von Rotterdam will sie einen. Die so unterschiedlichen Theologen haben aber auch etwas gemeinsam: Sie wollen Kirche und Theologie reformieren – geprägt vom Humanismus. Beide bewegen um 1520 so viele Menschen wie niemand sonst. Am Ende gehen sie getrennte Wege.

Von Astrid Nettling | Deutschlandfunk

„Es ist ein Unglück, dass dieser Weltsturm mich gerade in einem Augenblick überrascht hat, da ich auf eine durch meine viele Arbeit verdiente Rast hoffen konnte. Warum erlaubt man mir nicht, bloß Zuschauer zu sein bei dieser Tragödie, der ich doch so wenig geeignet bin, als Schauspieler mitzuwirken?“

Erasmus von Rotterdam ist schon über fünfzig Jahre alt, als er 1522 diese Zeilen schreibt. Gerade hat er sich im schweizerischen Basel niedergelassen. Sieben Jahre wird er dort wohnen, bis ihn 1529 der Sturm der Reformation aus Basel vertreibt.

Erasmus von Rotterdam – „Fürst der Wissenschaft“

Noch gilt der niederländische Gelehrte und Humanist als die tonangebende Stimme in Europa in wissenschaftlichen, literarischen und geistigen Dingen. Man nennt ihn „doctor universalis“, rühmt ihn als „Fürst der Wissenschaft“, als „Vater der Studien“ und preist ihn als „Beschützer der ehrlichen Theologie“. Doch er sieht seine Autorität, sieht vor allem seine Arbeit bedroht durch jenen „Weltsturm“.

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