Polen: Islamhass ohne Islam


 Ein Mann wirft Steine auf einen Kebab-Imbiss im polnischen Ełk. In der Silvesternacht wurde vor dem Lokal ein 21-jähriger Pole erstochen. © Tomasz Waszczuk/dpa
Ein Mann wirft Steine auf einen Kebab-Imbiss im polnischen Ełk. In der Silvesternacht wurde vor dem Lokal ein 21-jähriger Pole erstochen. © Tomasz Waszczuk/dpa
Ełk ist nicht unbedingt ein Ort, in dem das Leben pulsiert. 60.000 Einwohner hat das masurische Städtchen unweit der Grenze zu der russischen Enklave Kaliningrad, dem früheren Königsberg. Eine seenreiche Gegend, die sich trotz aller landschaftlichen Schönheit und dem damit verbundenen touristischem Potenzial in einer Art Dornröschenschlaf befindet.

Von Thomas Dudek | ZEIT ONLINE

Doch seit dem 1. Januar sorgt das Städtchen nicht nur in Polen für Schlagzeilen, sondern auch im Ausland. Sowohl am Neujahrstag als auch am Tag danach gab es in Ełk fremdenfeindliche Ausschreitungen – trotz verstärkter Polizeipräsenz und Deeskalationsversuchen örtlicher Würdenträger.

Auslöser der Gewalt war der Tod eines 21-jährigen Polen, der am Silvesterabend bei einem Streit von einem Tunesier niedergestochen wurde. Der junge Pole, der wegen Raub und anderer Delikte vorbestraft war, scheint den tödlichen Streit allerdings selbst provoziert zu haben. Laut Polizeiangaben soll er zwischen 22 und 23 Uhr mit einem Begleiter in einem Döner-Laden die Bedienung provoziert und zwei Getränkeflaschen gestohlen haben. Bei der darauf folgenden Auseinandersetzung, welche sich der Besitzer des Ladens, ein Algerier mit polnischem Pass, sowie die tunesische Küchenkraft mit dem Dieb auf der Straße lieferten, kam es dann zu dem tödlichem Vorfall: Mit einem aus der Küche mitgenommenen Messer stach der Tunesier den Polen nieder.

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