Irak: Katholiken mit Sonderrechten


Waffen irakischer Soldaten, dazwischen ein Bild mit einem christlichen Motiv. (Bild: Hussein Malla / AP)
Waffen irakischer Soldaten, dazwischen ein Bild mit einem christlichen Motiv. (Bild: Hussein Malla / AP)
Die Christen im Irak sind in Bedrängnis, obwohl sie so etwas wie die Ureinwohner der Region sind. Die grösste christliche Kirche im Land bilden die Chaldäer.

Von Stefan Reis Schweizer | Neue Zürcher Zeitung

Seit es Christen gibt, sind sie auch im Gebiet des heutigen Irak zu finden. Zusammen mit Syrien und der Türkei zählt das biblische Mesopotamien zu den ältesten christlichen Siedlungsgebieten. Im Neuen Testament berichtet die Apostelgeschichte von Bewohnern des Zweistromlandes zwischen Euphrat und Tigris, die beim Pfingstgeschehen in Jerusalem anwesend waren. Am Schluss des ersten Petrusbriefes findet die Gemeinde in Babylon Erwähnung.

Drastischer Schwund

Vor der Eroberung durch arabische Muslime im 7. Jahrhundert stellten die Christen die Mehrheit. Danach wurden sie kontinuierlich weniger. Die letzte grosse Volkszählung im Irak aus dem Jahr 1987 gibt ihre Zahl noch mit 1,2 Millionen an, etwa 3,5 Prozent der Einwohner. Für 2015 geht der International Religious Freedom Report (PDF) von weniger als 250000 Christen aus. Nach dem Sturz Saddam Husseins 2003 flohen viele vor der sich ausbreitenden Gewalt in die sichere kurdische Region im Norden oder ins Ausland.

weiterlesen

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s