Namibische Volksgruppen verklagen Deutschland


 Gefangene Herero in Deutsch-Südwestafrika während des Aufstandes der Herero. (Foto: Scherl/SZ Photo)
Gefangene Herero in Deutsch-Südwestafrika während des Aufstandes der Herero. (Foto: Scherl/SZ Photo)
  • Vertreter zweier Volksgruppen aus Namibia verklagen die Bundesrepublik auf Entschädigungszahlungen.
  • Zehntausende Herero und Nama wurden in den Jahren 1904 bis 1908 während der deutschen Kolonialherrschaft getötet.
  • Die Brutalität der Kolonialherren verdeutlicht der überlieferte Vernichtungsbefehl des damaligen Befehlshabers Lothar von Trotha.

Süddeutsche.de

Die Volksgruppen der Herero und Nama aus Namibia haben in New York eine Sammelklage gegen Deutschland eingereicht. Sie fordern eine Entschädigung für die Verbrechen während der deutschen Kolonialherrschaft Anfang des 20. Jahrhunderts. Die beiden Klageführer, Herero-Chef Vekuii Rukoro und Nama-Chef David Frederick, sehen sich als Stellvertreter aller Nama und Herero weltweit. Sie verlangen, an den Verhandlungen zwischen der deutschen und der namibischen Regierung beteiligt zu werden.

Der Dialog zwischen den beiden Ländern zur Aufarbeitung der kolonialen Vergangenheit läuft seit 2014 und sollte eigentlich 2016 zum Abschluss gebracht werden. Ende November hatte die deutsche Bundesregierung dann jedoch mitgeteilt, die Verhandlungen würden 2017 fortgesetzt.

weiterlesen

2 Comments

Kommentare sind geschlossen.