Die AKP erntet, was sie gesät hat


 Recep Tayyip Erdoğan und seine Anhänger - der Terrorakt an Silvester zeigt, wie ineffizient der türkische Sicherheitsapparat ist. (Foto: Osman Orsal/Reuters)
Recep Tayyip Erdoğan und seine Anhänger – der Terrorakt an Silvester zeigt, wie ineffizient der türkische Sicherheitsapparat ist. (Foto: Osman Orsal/Reuters)
Die Annäherung an das Regime von Baschar al-Assad provoziert den Terror. Die Regierungspartei hätte besser daran getan, nicht in den syrischen Konflikt einzugreifen.

Von Yavuz Baydar | Süddeutsche.de

Im Moment werde ich oft gefragt, ob die Ermordung des russischen Botschafters in Ankara und das Massaker in Istanbul eine Wende des dschihadistischen Terrors in der Türkei markieren. Und wenn ja, warum das so sei. Die erste Frage bejahe ich, zur Beantwortung der zweiten nenne ich zwei Hauptgründe: die Wiederannäherung der Regierungspartei AKP an das Regime des syrischen Machthabers Baschar al-Assad über Russland, und den Beinahe-Kollaps des türkischen Geheimdienstes.

Seit Juli 2015, als Präsident Recep Tayyip Erdoğan die Friedensgespräche mit der kurdischen Arbeiterpartei PKK beendete, hat es in der Türkei eine scheinbar unaufhaltsame Serie von Angriffen auf Zivilisten und Sicherheitskräfte gegeben. Nach dem Ende der Unterstützung der bewaffneten syrischen Opposition im vergangenen Jahr scheint die Lage besonders drastisch. Fast 600 Zivilpersonen starben, mehr als 800 Sicherheitsbeamte, weil sie in 25 Terrorakten gezielt angegriffen wurden. 21 dieser Vorfälle fanden 2016 statt.

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