Erbärmlich: Vatikan lässt Obdachlose in Autos übernachten


Geben ist seliger denn nehmen.
Geben ist seliger denn nehmen.
Es ist Januar, es ist Winter, es ist kalt: Auch in Italien, dort ist es mit Temperatutren unter dem Nullpunkt aktuell ungewöhnlich kalt. Die Kälte kann gerade für Obdachlose zum Verhängnis werden. Der Vatikan hat sich darum etwas ausgedacht.

domradio.de

Angesichts einer ungewöhnlichen Kältewelle in Italien greift der Vatikan auf unkonventionelle Mittel, um Obdachlose vor dem Erfrieren zu retten. Für jene auf der Straße, die nicht in einer Unterkunft übernachten wollten, würden Autos als Schlafgelegenheit bereitgestellt, sagte der päpstliche Almosenverwalter Erzbischof Konrad Krajewski laut italienischen Medienberichten vom Samstag. Das Almosenamt verteile in Rom zusätzlich spezielle Bergsteiger-Schlafsäcke, die für Temperaturen bis zu minus zwanzig Grad ausgelegt seien, so Krajewski. Die beiden vatikanischen Schlafstätten für Obdachlose seien jetzt ganztägig geöffnet.

In den vergangenen Tagen sind in Italien sechs Obdachlose an den Folgen der Kältewelle gestorben, in Rom gab es bislang kein Opfer. In der italienischen Hauptstadt sanken die Temperaturen auf bis zu minus fünf Grad. Die Hilfe für Obdachlose ist ein besonderes Anliegen von Papst Franziskus.