Tunesien möchte das Islamisten-Problem nicht zurück haben


Etwa 5000 Tunesier sind in den Dschihad im Ausland gezogen – wie Anis Amri. Viele lehnen eine Rückkehr der Fanatiker ab. Dass die Politik im Anti-Terror-Kampf nur auf Repression setzt, erschwert die Lage.

Von Sarah Mersch | DIE WELT

Die Demonstranten zogen am Wochenende durch die Straßen von Tunis. Sie verlangten von ihrer Regierung, keine radikalen Islamisten aus dem Ausland nach Tunesien zurückkehren zu lassen. Anlass war der Terroranschlag des gebürtigen Tunesiers Anis Amri in Berlin – und die deutsche Diskussion, als gefährlich eingestufte Ausländer schneller in ihre Heimat abzuschieben. Das machte ein Transparent besonders deutlich: „Angela Merkel, Tunesien ist nicht die abfall von Deutschland“, stand darauf in holpriger Grammatik.

Dass das Thema die Tunesier so aufbringt, liegt weniger an Anis Amri allein. Sondern vielmehr an der schieren Zahl radikalisierter Tunesier im Ausland. Rund 5000 kämpfen laut UN-Schätzungen für die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) oder al-Qaida, vor allem in Syrien und im Irak, Mali und Libyen. Der Frage, ob die Menschen zurückkehren dürfen und wie man mit ihnen umgeht, spaltet das nordafrikanische Land.

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