Islamverband in Deutschland: Ditib entschuldigt sich für Spitzel


DITIB-LogoIn Deutschland wurden Informationen über Gülen-Anhänger gesammelt und in die Türkei geschickt. Das bestätigt jetzt der größte Islamverband in Deutschland.

Von Bernhard Honnigfort | Frankfurter Rundschau

Ditib, der größte Islamverband in Deutschland, hat sich für Imame entschuldigt, die in Deutschland Informationen über Anhänger des Predigers Fethullah Gülen gesammelt und nach Ankara geschickt haben. Ditib-Generalsekretär Bekir Alboga sagte der „Rheinischen Post“: „Die schriftliche Anweisung des türkischen Religionspräsidiums Diyanet war nicht an die Ditib gerichtet. Trotzdem folgten dem einige wenige Ditib-Imame fälschlicherweise. Wir bedauern die Panne zutiefst.“

Die Entschuldigung ist eine Reaktion auf deutsche und türkische Zeitungsberichte, nach denen Ditib-Imame angebliche Anhänger der Gülen-Bewegung in Deutschland ausspioniert haben sollen. Das türkische Religionspräsidium soll eine entsprechende Aufforderung an alle Auslandsvertretungen der Türkei geschickt haben. Der 75-jährige Gülen lebt seit Jahren in den USA und gilt in der Türkei als Staatsfeind. Ankara macht ihn für den Putschversuch im Juli 2016 verantwortlich und geht rigoros gegen dessen Anhänger vor.

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