Italien schließt mit libyscher Regierung ein Abkommen zur Migrationskontrolle


Italien hat als Zeichen der Freundschaft seine Botschaft in Libyen wieder eröffnet. Botschafter Perrone bei Regierungschef Al-Serraj. Bild: Palazzo Chigi
Italien hat als Zeichen der Freundschaft seine Botschaft in Libyen wieder eröffnet. Botschafter Perrone bei Regierungschef Al-Serraj. Bild: Palazzo Chigi
Das Abkommen knüpft an einen Deal an, den der damalige Ministerpräsident Berlusconi mit „mehr Öl, weniger Migranten aus Libyen“ beschrieb. In Libyen sorgt das für Ärger, möglicherweise auch mit Russland

Von Matthias Monroy | TELEPOLIS

Die italienische Regierung hat am Montag ein Abkommen zur Migrationskontrolle mit Libyen geschlossen. Italien will die vom Westen unterstützte libysche Einheitsregierung mit Drohnen und Radareinrichtungen sowie der Bereitstellung von Ausrüstung und Ausbildung unterstützen. Im Gegenzug soll Libyen Anstrengungen unternehmen, irreguläre Grenzübertritte entlang der Landgrenze in der Sahara zu verhindern und Migranten in Länder wie den Niger, Tschad oder Sudan zurückzuschicken.

Die Regierung in Rom kündigt außerdem gemeinsame Patrouillen in libyschen Hoheitsgewässern an. Dort abgefangene Geflüchtete sollen nach Libyen zurückgeschoben werden. Die dafür notwendige Errichtung und Finanzierung von Unterkünften will Italien ebenfalls unterstützen. Die neue Kooperation soll auch die Handelsbeziehungen mit der ehemaligen italienischen Kolonie verbessern und Investitionen im Energiesektor ermöglichen.

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