Pegida-Ableger: Legida macht nur noch Kabarett


Das weltoffene Dresden gewinnt die Oberhand, die Pegida-Wutbürger finden nicht mehr genug Ordner für ihre Umzüge. Foto: imago/Rainer Weisflog
Das weltoffene Dresden gewinnt die Oberhand, die Pegida-Wutbürger finden nicht mehr genug Ordner für ihre Umzüge. Foto: imago/Rainer Weisflog
Dem fremdenfeindlichen Bündnis Legida geht die Luft aus – sowohl in Leipzig als auch in der sächsischen Landeshauptstadt Dresden.

Von Bernhard Honnigfort | Frankfurter Rundschau

Leipzig ist sie erst mal los: Anfang der Woche hat Legida kapituliert. „Wir werden uns hier auf der Straße zukünftig zurücknehmen“, verkündete Arndt Hohnstädter, einer der Anführer des fremdenfeindlichen Bündnisses in der sächsischen Messestadt. Seine Begründung: Angesichts der Sicherheitslage in Deutschland könne Legida mit seinen Kundgebungen keinen Anspruch auf Polizeischutz erheben. Polizisten bräuchten auch einmal Feierabend.

Klingt nett, doch tatsächlich ist Legida schlicht und einfach am Ende. Gerade noch 400 Leute brachten die Abendlandsretter in dieser Woche auf die Beine, 1700 protestierten dagegen. Legida war in Leipzig von Anfang an chancenlos. Die breite Ablehnung durch die Leipziger hat den von Hooligans und Neonazis dominierten kleinen Bruder von Pegida-Dresden zermürbt. Zukünftig will sich Legida mehr im Internet umtun und Kabarettabende veranstalten. Jürgen Kasek, Landeschef der Grünen: „Durch kontinuierlichen Gegenprotest haben die irgendwann einfach die Lust verloren.“

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