Für die Alten Araber war der Islam zunächst ein Gräuel


Bild: Deutschlandfunk
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In seinem arabischen Herkunftsgebiet stieß der Islam bei den meisten Bewohner anfangs auf Abscheu. Sie beteten Götzen wie al-Uzza an, die arabische Aphrodite. Die ersten Muslime mussten die Götzendiener entweder bekämpfen oder sich von ihnen töten lassen. Deshalb gibt es Gewaltverse im Koran. Andere Verse ermutigen derweil zu friedvollem Verhalten. Was ist nun richtig?

Von Prof. Dr. Roy Mottahedeh, Harvard Universität, Cambridge, USA | Deutschlandfunk

„Wenn einer der Götzendiener dich um Schutz bittet, so gewähre es ihm, auf dass er das Wort Gottes hören kann, dann lass ihn an einen Ort gelangen, der für ihn sicher ist. Dies, weil sie Menschen sind, die kein Wissen haben“

Verschiedene Verse im Koran machen mit den Konzepten für ein gerechtes Verhalten im Krieg vertraut. Dieser Vers folgt unmittelbar auf einen, indem die Götzendiener verurteilt werden.

Der Islam war in seinem arabischen Herkunftsgebiet für die Mehrheit der dortigen Bewohner ein Gräuel. Die meisten beteten nämlich Götzen wie al-Uzza an, die arabische Aphrodite. Die ersten Muslime mussten diese Götzendiener entweder bekämpfen oder sich von ihnen töten lassen. Das erklärt, warum es Gewaltverse im Koran gibt.

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2 Gedanken zu “Für die Alten Araber war der Islam zunächst ein Gräuel

  1. Dass der Koran in einer Umgebung entstanden sei, in der „Götzen wie al-Uzza“ verehrt wurden, steht in der islamischen Traditionsliteratur, und die ist ungefähr so vertrauenswürdig wie die Siegfried- oder die Artussage.

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  2. Traditionell haben später entstandene Koransuren eine weit höhere Gewichtung, als älter Verse. Das ist die fundamentalistische Auslegung und die äußert sich sowohl bei Muslimen, die sich selbst als „moderat“ bezeichnen, wie auch bei Muslimen, die radikal sind und extremistisch handeln.

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