Die Sicherheitshose: Angst kommt in Mode


Bild. heise.de/tp
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Ängstlichen Joggerinnen soll eine neuartige Hose helfen, vor Vergewaltigungen und sexueller Belästigung gefeit zu sein.

Von Alexander und Bettina Hammer | TELEPOLIS

Seit den Ereignissen in der Silvesternacht 2015 wächst, so den Berichten geglaubt werden kann, die Angst davor, als Frau sexuell belästigt oder vergewaltigt zu werden. Während seit einiger Zeit noch davon ausgegangen wurde, dass der Hauptanteil der sexuellen Straftaten eher im Bekannten- und Verwandtenkreis stattfindet, so feiert die Angst vor dem, was draußen lauert, ein Comeback. Es ist daher wenig verwunderlich, dass mit den diversen „Sicherheitsangeboten“ auch Profit gemacht wird, gleichgültig ob es um Pfefferspray, Messer, Schusswaffen oder Selbstverteidigungskursen geht.

Eine neue Idee für ängstliche Joggerinnen wird momentan als Sicherheitssau durchs Angstdorf gegrieben: die „Safe Shorts“, eine Hose die mittels diverser Techniken für mehr Sicherheit für die Trägerin sorgen soll. Die Medien, die die Hose thematisieren, agieren dabei eher eindimensional. So wird geschrieben, mit dieser Hose habe endlich kein Vergewaltiger mehr eine Chance, man sei durch sie sicher, die Hose schütze vor Vergewaltigungen … Was sich bei den Artikeln kaum findet, ist eine Auseinandersetzung mit der Frage, inwiefern die Hose sinnvoll ist und welche Vor- und Nachteile sie bietet – die Texte wirken deshalb eher wie schlecht vertuschte Werbung.

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