Warum Alzheimer-Patienten die Orientierung verlieren


Feuermuster einer Zelle aus der
Feuermuster einer Zelle aus der „mental Map“ des Gehirns, dem entorhinalen Cortex. Diese Zellen werden bei ALzheimer von Tau-Proteinen zerstört. © Karen Duff/ Columbia University Medical Center
„Mental Map“ gestört: Forscher haben untersucht, warum viele Alzheimer-Patienten ihren Orientierungssinn verlieren. Dabei zeigte sich: Nicht die Amyloid-Plaques, sondern die fädigen Tau-Proteine sind am Ausfall des neuronalen „GPS“ schuld. Denn diese fehlgefalteten Proteine bilden sich besonders früh im entorhinalen Cortex, dem Sitz der „mental Map“ unseres Gehirns. Diese neue Erkenntnis könnte sowohl bei der Diagnose als auch der Therapie von Alzheimer hilfreich sein, so die Forscher im Fachmagazin „Neuron“.

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Es gilt als eines der typischen Symptome der Alzheimer-Demenz: Betroffene verirren sich immer häufiger selbst in bekanntem Gebiet und finden beispielsweise den Weg nach Hause nicht mehr. Rund drei von fünf Patienten sind von solchen Orientierungsstörungen betroffen. Schon länger vermuten Forscher, dass dieses Phänomen von Schäden im hirneigenen Navigationssystem ausgelöst wird.

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