Trotz Mordaufrufen gegen Juden und Schwule: Freispruch für Neonaziband


Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)
Justitia Skulptur (CC-by-nc-sa/3.0 by Luc Viatour)

Die Band „Kaltes Judenleder“ sang vom Verbrennen von „Judenresten“, dem Zerhacken von linken „Zecken“ sowie Baseballschläger-Attacken auf Homosexuelle.

QUEER.DE

Das Amtsgericht Betzdorf im nördlichen Teil von Rheinland-Pfalz hat am Montag drei Mitglieder der Neonaziband „Kaltes Judenleder“ vom Vorwurf der Verbreitung von Propagandamitteln und dem Verwenden von Symbolen verfassungswidriger Organisationen freigesprochen. In ihren Liedern hatten die Angeklagten zwischen 30 und 34 Jahren insbesondere zu Gewalt und teilweise zum Mord gegen Juden, aber auch gegen Homosexuelle und andere Minderheiten wie Behinderte aufgerufen (queer.de berichtete).

Zu den Texten der Band, die dem „National Socialist Black Metal“ zugerechnet wird, gehören Sätze wie: „Und beim nächsten Mal sind wir Ehrengäste, denn da verbrennen wir Judenreste“, „Wir haben auch schon Zecken zu uns eingeladen. Die wurden dann zerhackt und ein Futter für die Maden“ oder „Die Schwulen hätten wir doch fast vergessen. Wir lassen sie unsere Scheiße fressen. Später gibt’s dann mit der Baseballkeule“.

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