Angst vor den Heimkehrern


– (c) REUTERS (ALAA AL-MARJANI)
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Trotz geringer Zahl bleiben albanische IS-Sympathisanten, die zurück in die Heimat wollen, ein Problem für die Region.

Von Thomas Roser | Die Presse.com

Stolz vermeldete Kosovos Innenminister, Skënder Hyseni, auf einem Nato-Seminar in Prishtina im vergangenen November den Präventionsvollzug. 2016 hätten nur noch zwei Bürger des Staatenneulings versucht, sich als Kämpfer der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien und im Irak anzuschließen: „Das ist ein klares Zeichen, dass es uns gelungen ist, erfolgreich den gewaltsamen Extremismus zu bekämpfen.“

Tatsächlich scheint der IS auch auf dem Balkan den Zenit seiner Popularität längst überschritten zu haben. Nach Schätzung der Nachrichtenagentur Balkan Insight schlossen sich zwischen 2012 und 2015 rund 900 junge Islamisten aus der Region dem IS an, davon gut die Hälfte aus dem mehrheitlich muslimischen Bosnien und Herzegowina: 2016 habe die Zahl frisch rekrutierter Kämpfer auf dem Balkan insgesamt „weniger als 20“ betragen.

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