Dichtung und Wahrheit für Trekkies


Metin Tolan Die Star Trek Physik Verlag: Piper, München 2016 ISBN: 9783492056533
Metin Tolan
Die Star Trek Physik Verlag: Piper, München 2016
ISBN: 9783492056533

Kaum ein Raumfahrzeug hat es zu ähnlich großer Berühmtheit gebracht wie die „Enterprise“. Seit 50 Jahren erkundet sie (auf Leinwänden und Bildschirmen) fremde Welten, ferne Galaxien und bizarre Lebensformen in den Tiefen des Alls. Dabei zog sie Millionen Cineasten und Weltraum-Serienfans in ihren Bann. Doch was an den Filmen hat einen realen Kern, und was ist pure Fiktion?

Von Thorsten Naeser | Spektrum.de

In den Anfängen der Serie, in den 1960er Jahren, maßen die Filmemacher der Physik keine große Bedeutung bei. Die Produzenten der „Original Series“ zahlten einem Physikstudenten 50 Dollar, damit er ihnen eine halbwegs tragfähige fachliche Grundlage für den Warp-Antrieb liefere, mit der das Raumschiff die enormen Distanzen im Universum überwindet. Doch schon für die Folgestaffel „The next Generation“ engagierte man Technikberater. Denn mittlerweile hatte sich die Serie gemausert, und zu ihrem Markenzeichen gehörte die Darstellung physikalischer und technischer Phänomene. Die Protagonisten sollten nicht losgelöst von wissenschaftlichen Erkenntnissen durch den Weltraum steuern. Man wollte ein stringentes, technisch durchdachtes Konzept erschaffen, wie sich die Enterprise fortbewegt. Und zumindest teilweise wollte man das Geschehen einbetten in reale und uns vertraute Naturphänomene. Dieses Bemühen brachte über die Jahrzehnte hinweg einen Mix hervor aus geheimnisvollen Galaxien, technischen Raumfahrtvisionen und realer Astrophysik.

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