Israel : Eine Redaktion für Netanjahu


„Go home“: Vor einer Demonstration, die Netanjahus Rücktritt fordert. Foto: REUTERS
„Go home“: Vor einer Demonstration, die Netanjahus Rücktritt fordert. Foto: REUTERS
Die Bestechungsaffäre um Medienmogul Moses bringt Israels Premier Benjamin Netanjahu in ernste Bedrängnis.

Von Inge Günther | Frankfurter Rundschau

Die bizarre Affäre könnte dem Drehbuch einer Telenovela entsprungen sein. Selbst Israelis, die einige Fehltritte ihrer herrschenden Klasse erlebt haben, sind fassungslos. Da treffen sich klammheimlich ein mächtiger Politiker und ein Medienmogul, die sich überhaupt nicht ausstehen können, um einen Pakt zum beidseitigen Vorteil auszuhecken. Der Medienmann verspricht wohlgefällige Berichterstattung, der Politiker sagt im Gegenzug gesetzliche Auflagen für ein Konkurrenzblatt zu. Unglaublich. Aber der Fall, von der israelischen Staatsanwaltschaft als „Akte 2000“ geführt, hat sich im Kern wohl so zugetragen und ist durch Tonbandmitschnitte belegt. In den beiden Hauptrollen Premier Benjamin Netanjahu und Arnon (Noni) Moses, Herausgeber der Zeitung „Jedioth Achronoth“.

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