Draghi: Wer Euro-Zonen verlassen will, muss vorher Schulden begleichen


 In einem Brief warnt EZB-Chef Mario Draghi Euro-Staaten vor dem Austritt aus der Währungsunion. (Foto: picture alliance / dpa)
In einem Brief warnt EZB-Chef Mario Draghi Euro-Staaten vor dem Austritt aus der Währungsunion. (Foto: picture alliance / dpa)
  • In einem Brief an italienische Europapolitiker stellt EZB-Präsident Draghi klar: Länder, die die Euro-Zone verlassen wollen, müssen vorher ihre Verbindlichkeiten zahlen.
  • Die Notiz ist eine Warnung an Politiker, die sich einen Austritt ihrer Länder aus dem Euro wünschen.

Von Cerstin Gammelin | Süddeutsche.de

Mario Draghi werden viele Eigenschaften zugeschrieben. Die des Briefeschreibers zählte bisher nicht dazu. Zu Unrecht, wie ein Blick auf die Internetseite der Europäischen Zentralbank verrät. Der Präsident hat in diesem Jahr schon einiges an Post erledigt, allein am vergangenen Freitag schrieb er sechs Briefe. Ein Schreiben ist besonders interessant, weil Draghi sich darin überraschend zum möglichen Austritt eines Euro-Landes aus der Währungsunion äußert: Das ginge nur, wenn es vorher seine Rechnungen bezahlte, und zwar vollständig.

weiterlesen