Polizeiforscher: Bei Ermittlungen gibt es Rassismus – manchmal auch ungewollt


Polizei © plassen @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Polizei © plassen @ flickr.com (CC 2.0), bearb. MiG
Personenkontrollen wegen der Hautfarbe sind verboten und trotzdem Alltag, berichten Betroffene. Auch Polizeiforscher gehen davon aus, dass es das sogenannte Racial Profiling immer wieder gibt – auch wenn Beamte nicht gezielt diskriminieren wollen.

Von Miriam Bunjes | MiGAZIN

Sandyha Kambhambati wurde schon 23 Mal polizeilich kontrolliert, seit die US-amerikanische Journalistin vor neun Monaten mit einem Stipendium nach Berlin kam. Beim Joggen im Park, „während ich mit einer Gruppe weißer Freunde herumstehe“, wird sie von Polizisten herausgepickt: Ausweiskontrolle. „Warum ich?“ fragt sie jetzt in einem Online-Beitrag.

23 Kontrollen überzeugen die Tochter indischer Eltern: Es ist ihre Hautfarbe. Die Journalistin ärgert diese Wahrnehmung als Verdächtige, sie recherchiert über Racial Profiling bei der deutschen Polizei. „Gibt es nicht, weil es illegal ist“, wird ihr mitgeteilt. Ihr Fazit ist jedoch: „Ich habe es anders erlebt. Und ich bin nicht die einzige.“

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