Trump will alternativen Medien mehr Raum geben


Bild: heise.de/tp
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Das hat es bisher noch nicht geben: Der Präsident der USA befindet sich im Krieg mit den Medien. So hat er es gesagt. Am ersten Tag nach seiner Amtseinführung setzt Trump das fort, was er auch schon im Wahlkampf klar gezeigt hat: Den großen Medien tritt der Milliardär mit einer gehörigen Portion Verachtung entgegen (Macht Mainstreammedienverächter Trump den Journalismus wieder groß?).

Von Marcus Klöckner | TELEPOLIS

Im Wahlkampf kritisierte Trump immer wieder die Qualitätsmedien seines Landes, während er keinerlei Berührungsängste mit dem alternativen Medienformat Infowars erkennen ließ, also jenem „neuen“ Medium, das wie kein anderes für den Konflikt zwischen den etablierten und alternativen Medien steht.

Beim Pressebriefing im Weißen Haus erklärt Trumps Pressesprecher Sean Spicer, in Zukunft würden „noch mehr unterschiedliche Medien“ Zugang zum Weißen Haus erhalten. So könne man die Möglichkeit schaffen, dass Medien per Videokonferenzen zu den Pressekonferenzen zugeschaltet werden. Dieses Vorgehen schaffe auch Medien den Raum an den Pressekonferenzen teilzunehmen, die „keine Mittel für einen Korrespondenten“ in der Hauptstadt des Landes haben.

Wie sehr Trump die Axt an das über einen langen Zeitraum gewachsene Verhältnis zwischen Weißem Haus und den traditionellen Medien anlegte, zeigte sich auch in der Reihenfolge, in der die versammelten Medienvertreter ihre Fragen stellen durften. Während in der Vor-Trump-Zeit die großen Fernsehsender mit ihren Korrespondenten und die amerikanische Nachrichtenagentur AP ihre Fragen als erstes stellen durften, waren nun Reporter der Boulevardzeitung New York Post und des christlichen Fernsehsenders Christian Broadcasting Network die Ersten, die ihre Fragen an den Präsidenten der USA adressieren durften.

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