Zentralrat der Juden will Teile der AfD vom Verfassungsschutz beobachten lassen


Josef Schuster ist seit 2014 Präsident des Zentralrats der Juden.Foto: Doris Spiekermann-Klaas
Josef Schuster ist seit 2014 Präsident des Zentralrats der Juden.Foto: Doris Spiekermann-Klaas
Der Zentralrat der Juden fürchtet, dass sich die AfD „weiter in eine rechtsextreme Richtung“ entwickeln könnte und fordert Konsequenzen.

Von Sidney Gennies | DER TAGESSPIEGEL

Der Zentralrat der Juden hat sich für eine schärfere Überwachung der Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) ausgesprochen. „Nach den Äußerungen von einzelnen Funktionären halte ich es für notwendig, Teile der AfD zu beobachten – gegebenenfalls auch durch den Verfassungsschutz“, sagte Zentralratschef Josef Schuster dem Tagesspiegel.

Er reagierte damit auf eine Reihe von Vorstößen der AfD aus den vergangenen Tagen. Zuletzt hatte die baden-württembergische Landtagsfraktion der Partei beantragt, der NS-Gedenkstätte Gurs Fördergelder in Höhe von 120.000 Euro zu streichen. In das 1939 errichtete Lager am Fuße der Pyrenäen waren Juden aus dem badischen Landesteil deportiert worden.

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