Deutsche Steuerzahler finanzieren Erdoğans Agenten


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Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) steht laut Satzung in Verbindung mit dem staatlichen türkischen Religionsamt Diyanet und damit letztlich unter Kontrolle des autoritären Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Von Sevim Dagdelen | The European

Der Generalbundesanwalt ermittelt wegen Spionageaktivitäten im Moscheedachverband Ditib (Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion). Endlich. Die Spitzelvorwürfe gegen den von der türkischen Regierung gesteuerten Verein sind seit langem bekannt, doch seitens der deutschen Behörden und politisch Verantwortlichen war nichts passiert.

Die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) steht laut Satzung in Verbindung mit dem staatlichen türkischen Religionsamt Diyanet und damit letztlich unter Kontrolle des autoritären Präsidenten Recep Tayyip Erdogan.

Ditib ist keine Religionsgemeinschaft, sondern eine politische Vertretung Ankaras. Das ist allein schon daran erkennbar, dass der Vorsitzende der Ditib regelmäßig Botschaftsrat der Türkei ist.

Die politische Vertretung Ankaras

Die türkische Staatskontrolle der Moscheegemeinden stammt noch aus einer Zeit, in der auch die Bundesregierung davon ausgehen konnte, dass sie ähnlich wie in der Türkei selbst dazu dienen sollte, islamistische Strömungen und Vereine abzuwehren.

Erdogan und die regierende AKP aber drehten dies genau um. Staatsbeamte verpflichten die Gemeinden längst auf Erdogan-Treue und Islamismus. Die Bundesregierung wusste davon nichts – und wollte das vielleicht nicht einmal.

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