Vom Islamunterricht zum großen „Wir“


In acht deutschen Bundesländern wird islamischer Religionsunterricht an Grundschulen und vereinzelt auch an weiterführenden Schulen gelehrt. Auf einem Fachtag in Frankfurt am Main betonte Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide die Notwendigkeit eines staatlich finanzierten, konfessionellen Religionsunterrichts.

Von Lilith Becker | evangelisch.de

Die Mehrheit der Muslime in Deutschland habe den Koran nicht gelesen, sagt Mouhanad Khorchide, der zu Gast an der Frankfurter Goethe-Universität ist. Khorchide leitet das Zentrum für Islamische Theologie an der Universität Münster und spricht in Frankfurt zu Vertretern verschiedener evangelischer Religionspädagogischer Institute (ALPIKA) der evangelischen Kirche, zu Religions-Lehrern und einer handvoll Studenten, die sich in einem Seminarraum versammelt haben. Es geht um die Situation des Islamischen Religionsunterrichts (kurz: IRU) in Deutschland, der mittlerweile in acht Bundesländern als ordentliches Unterrichtsfach und Pendant zum evangelischen und katholischen Religionsunterricht gelehrt wird, vor allem an Grundschulen und vereinzelt auch an weiterführenden Schulen (beispielsweise in NRW). Doch von einem flächendeckenden Angebot kann noch lange nicht die Rede sein. Dazu gibt es in den Bundesländern noch viel zu viele Hürden.

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