Warum LSD-Trips so lange anhalten


Bindet LSD an die Serotonin-Rezeptoren im Gehirn, löst dies Halluzinationen und Wahrnehmungsveränderungen aus. © Annie Spikes
Bindet LSD an die Serotonin-Rezeptoren im Gehirn, löst dies Halluzinationen und Wahrnehmungsveränderungen aus. © Annie Spikes
Überraschend anders: Erstmals ist es Forschern gelungen, das Gehirn gebundene LSD-Molekül in seiner Andockstelle sichtbar zu machen. Die Röntgenkristallografie-Aufnahmen enthüllen, dass die Droge völlig anders im Rezeptor sitzt als bisher gedacht – und obendrein von einer Art Deckel festgehalten wird. Dies erklärt, warum LSD-Trips ungewöhnlich lange anhalten: Das LSD-Molekül kommt nur schlecht wieder los, wie die Forscher im Fachmagazin „Cell“ berichten.

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Lysergsäurediethylamid, kurz LSD genannt, ist eine der stärksten bekannten psychoaktiven Drogen. Schon wenige Dutzend Mikrogramm LSD lösen Halluzinationen aus und verändern die Wahrnehmung und das Zeitgefühl. Studien zeigen, dass die Droge nicht nur ein wahres Aktivitätsfeuerwerk im Hirn entfaltet, sondern auch ganz verschiedene Hirnregionen miteinander verschaltet – was die LSD-Wirkung so komplex und umfassend macht.

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