Iran stoppt Vergabe von Visa an US-Bürger


Sonst sind sie Drehscheiben für Reisende aus muslimischen Ländern in die USA. Nun herrscht vielerorts statt geordneter Betriebsamkeit Chaos. An den Flughäfen von Kairo und Dubai wurden die neuen US-Einreiseverbote sofort umgesetzt. Auch Airline-Crews waren betroffen. Ausnahmen gab es für die Besitzer von Ausnahmebewilligungen, etwa Diplomaten und Regierungsfunktionäre.

Von Astrid Frefel | der Standard.at

Von den Regierungen, die nicht unter diesen Bann fallen, gab es keine offiziellen Reaktionen, also keine explizite Solidarität mit anderen muslimischen Ländern. Von den betroffenen Staaten reagierte insbesondere der Iran scharf. Eine Million Iraner leben in den USA. Außenminister Mohammed Javad Zarif bezeichnete diese „kollektive Diskriminierung“ als „Geschenk für die Extremisten“. Ab sofort werden im Gegenzug keine neuen iranischen Visa mehr an US-Bürger ausgegeben. In Bagdad prüft eine Kommission des Parlaments ebenfalls reziproke Maßnahmen. Zehntausend Iraker haben im Rahmen internationaler Hilfsprogramme einen Antrag auf Ausreise in die USA gestellt und warten derzeit auf ihre Anhörung.

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