Berliner Anschlag: Verhallte Warnungen aus Marokko


Der marokkanische Geheimdienst wies mehrfach auf den Berliner Attentäter Anis Amri hin. Deutsche Behörden gingen darauf nicht ein

Von Harald Neuber | TELEPOLIS

Haben deutsche Sicherheitsbehörden im Fall des Attentäters Anis Amri geheimdienstliche Hinweise aus Marokko ignoriert und den Anschlag am Berliner Beritscheidplatz am 19. Dezember durch Fahrlässigkeit ermöglicht?

In der laufenden Debatte gelingt es der Bundesregierung zumindest nicht, entsprechende Vermutungen zu zerstreuen. Grund dafür ist auch eine massiv widersprüchliche Informationspolitik. Die Opposition im Bundestag und im Berliner Abgeordnetenhaus fordert daher weitere Ermittlungen – und stößt auf eine Mauer des Schweigens und mutmaßlicher Desinformation.

Wie inzwischen bekannt ist, informierte Marokko die deutschen Behörden im September und Oktober mehrmals über den Terroristen Amri, der bereits damals als Anhänger der Gruppe „Islamischer Staat“ (IS) bekannt war. Dessen ungeachtet hieß es in der Antwort auf eine Frage der Linksfraktion noch Ende Dezember, „in keiner dieser Mitteilungen“ sei „über mögliche Anschlagspläne des AMRI berichtet“ worden.

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