Hamburgische Bürgerschaft: Debatte um Islam-Staatsvertrag


Der Staatsvertrag Hamburgs mit den muslimischen Verbänden steht heute im Zentrum einer Aktuellen Stunde der Hamburgischen Bürgerschaft. Wegen anti-israelischer und anti-christlicher Bekundungen einzelner islamischer Gruppen sowie Geheimdienstvorwürfen gegen die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion (Ditib) fordern FDP und AfD die Kündigung des Vertrags.

NDR.de

Die CDU verlangt eine Aussetzung des Regelwerks allein mit Ditib. Die rot-grüne Koalition lehnt das jedoch ab. Ihre Haltung: Kritik ja, aber keine Kündigung des Vertrags. Diesen aufzulösen würde die Fronten verhärten und den Zusammenhalt in der Gesellschaft schwieriger machen. SPD und Grüne wollen den Senat stattdessen in einem Antrag auffordern, Gespräche mit den kritisierten Verbände aufzunehmen. Angesichts der Vorwürfe soll das gemeinsame Verständnis der in diesen Verträgen niedergelegten gemeinsamen Wertegrundlagen geklärt werden, heißt es.