Sexueller Kindesmissbrauch: „Mein Vater sagte zu mir, ich könnte jetzt schwanger werden“


Bild: WAZ
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Um das Thema Kindesmissbrauch in die Mitte der Gesellschaft zu bringen, werden erstmals Opfer öffentlich befragt.

Von Ricarda Breyton | DIE WELT

  • Experten gehen davon aus, dass in Deutschland rund eine Million Kinder von sexueller Gewalt betroffen sind.
  • Die persönlichen Schilderungen ihres Leides sind für die meisten Opfer sehr schmerzhaft – aber auch befreiend.

Als Sabrina Tophofen mit ihren Eltern nach Duisburg zieht, beginnt für sie ein neues Leben. Die Gegend ist schön und die neue Wohnung auch. Doch bald ist für das Mädchen klar: Aus dem hübschen Häuschen wird ein Horrorhaus. Denn kurz nach dem Umzug beginnt der Vater damit, Tophofen und ihre Geschwister sexuell zu missbrauchen. „Es fing an mit Anfassen und endete mit Vergewaltigung. Mit dem Wissen meiner Mutter, die das alles gesehen hat.“

Die zierliche Frau schluchzt und zittert. Sie sitzt vor über 100 Menschen, eingeladen hat die „Unabhängige Aufarbeitungskommission Kindesmissbrauch“, die vor einem Jahr ihre Arbeit aufgenommen hat. Das Expertengremium rund um die Sozialpädagogin Sabine Andresen hat das Ziel, Strukturen und Ausmaß des sexuellen Missbrauchs in Deutschland aufzudecken – und zwar nicht nur in Institutionen wie Schule oder Kirche, sondern auch in der Familie.

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