TCM-Blödsinn brutal: Es geht Afrikas Eseln ans Fell


Die Huftiere werden zu tausenden verbotenerweise geschlachtet.Foto: imago
Die Huftiere werden zu tausenden verbotenerweise geschlachtet.Foto: imago
Reiche Chinesen sind auf die Tierhäute aus – weil sie angeblich heilende Kräfte haben. Für Schmuggler und Schwarzmarkt-Händler ist das ein Millionen-Geschäft.

Von Markus Schönherr | DER TAGESSPIEGEL

An den Berghängen in Kenias Tropenlandschaft sind die Ställe erkennbar. Von der Farm weht ein beißender Geruch über das Dorf hinab. Hier werden Esel in Massen gezüchtet, geschlachtet und verschifft. Die Huftiere sind Afrikas neuester Exportschlager. Der größte Abnehmer: China, dessen Bewohner dem Eselfell heilende Kräfte zuschreiben.

„Weshalb töten Banden unsere Esel?“, titelt die südafrikanische Wochenzeitung „Mail & Guardian“. Darunter prangt das Bild eines uniformierten Polizisten, der versucht, auf einer meterhohen Schicht aus Eselshäuten die Balance zu halten. In Benoni bei Johannesburg waren die Sicherheitskräfte auf 5000 graue Felle in einem Schiffscontainer gestoßen. Der Fund folgte der Beschwerde einer Nachbarin, die den Geruch trocknender, mit Salz eingeriebener Eselshäute nicht länger ertrug.

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