Jürgen Roth: „Da ist diese Hinwendung zum Führerprinzip“


foto: privat In seinem Buch
foto: privat In seinem Buch „Schmutzige Demokratie“ (Ecowin-Verlag) kommt Jürgen Roth zu dem Befund, dass sich die vielbeschworene europäische Wertegemeinschaft in Wirklichkeit durch große soziale Ungerechtigkeit, rigide Abschottung und nationalistische Hybris auszeichne.
Den europäischen Demokratien geht die Sowjetunion als Gegenpol zum Neoliberalismus ab, sagt der deutsche Autor

Interview Conrad Seidl | derStandard.at

STANDARD: Sie kommen in Ihrem jüngsten Buch zum Befund: Die Bonzen werden geschont, den Kleinen wird bei einem Weinfest Sekt über den Kopf geschüttet, den Hartz-IV-Beziehern wird nahegelegt, wegen 1,87 Euro die Wohnung zu wechseln. Wie würde sich eine demokratische Gesellschaft dagegen wehren?

Roth: Durch Zivilcourage. Durch das, was wir früher unter „Gemeinwesen“ verstanden haben – das Prinzip der Solidarität in einer Gesellschaft.

STANDARD: Das Gemeinwesen zu organisieren ist heute aber vor allem eine Angelegenheit, die dem Staat überantwortet wird.

Roth: Das Problem ist, dass es eine kalte Bürokratie gibt, eine unmenschliche Bürokratie, die die humane Verantwortungslosigkeit permanent praktiziert. Und die Ohnmacht der Bürger steigt, wenn sie dieser unmenschlichen Bürokratie gegenüberstehen.

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