Lombardi zu „Vatileaks“: „Es könnte wieder passieren“


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Trotz erhöhter Vorsichtsmaßnahmen könnten auch heute noch vertrauliche Dokumenten aus dem Vatikan an die Öffentlichkeit gelangen. Das sagte am Donnerstag der ehemalige Direktor des vatikanischen Presseamtes, Federico Lombardi, bei der Vorstellung seines neuen Buches über die „Vatileaks-II-Affäre“.

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Der Jesuit hoffe, dass es nicht mehr zum Geheimnisverrat im Vatikan komme, aber es würde ihn nicht wundern, wenn es wieder passieren würde. Das Risiko sei bei Spannungen und heftigen Diskussionen besonders hoch.

Lombardi war von 2006-2016 Pressesprecher des Papstes. Gemeinsam mit dem Radio-Vatikan-Journalisten Massimiliano Menichetti veröffentlichte er das Buch „Vatikleaks II: Der Vatikan in der Bewährungsprobe durch die Justiz und die Menschen“. Im Jahr 2015 hatte ein Kurienmitarbeiter vertrauliche Dokumente einer mit der Untersuchung von Vatikanfinanzen betrauten Kommission an Journalisten weitergeben. Schon 2011 und 2012 hatte der Kammerdiener des damaligen Papstes Benedikt XVI. vertrauliche Dokumente an die Öffentlichkeit weitergegeben.