Virtual Reality: „Ich war so erschöpft wie nach einem Langstreckenflug“

Image: Medical Realities
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Mit 3-D-Brillen werden wir bald in fremde Welten eintauchen können. Aber was, wenn wir nicht wieder auftauchen? Über die Nebenwirkungen einer schönen neuen Welt.

Von Christian Weber | Süddeutsche.de

Die großen Expeditionen sind noch in Vorbereitung, erste Tauchgänge wurden bereits unternommen. Etwa von Frank Steinicke, 37 Jahre alt, 1,86 Meter groß, Gewicht: 89 Kilogramm, Rechtshänder. Blut- und Urinwerte okay, ebenso Hör- und Sehleistung, keine Störungen beim Farbensehen: Die Ärzte gaben nach dem Gesundheitscheck grünes Licht.

Am 22. März 2014 um 16:20 Uhr – das Wetteramt meldete Wolken und etwas Regen – setzte sich der Professor für Mensch-Computer-Beziehungen von der Universität Hamburg eine hochauflösende 3-D-Brille auf und begab sich für 24 Stunden in die virtuelle Welt, unterbrochen nur von wenigen kurzen Pausen. „Weltrekord“, versichert Steinicke.

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Deutsche IS-Anhänger in Türkei festgenommen

© dpa Großrazzia in Türkei: Polizisten von Anti-Terror-Einheit
© dpa Großrazzia in Türkei: Polizisten von Anti-Terror-Einheit
Die Männer stammen aus Bremen und Hamburg: Bei einer Razzia in Ankara sind sie in Polizeigewahrsam genommen worden. Mitgliedschaft einer Terrororganisation wird ihnen vorgeworfen.

Frankfurter Allgemeine

Ein mutmaßlicher Anhänger der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) aus Bremen ist in der Türkei festgenommen worden. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag entsprechende Medienberichte. Laut Bild.de wurde auch ein aus Hamburg stammender IS-Anhänger in der Türkei festgenommen.

Nach Angaben der türkischen Zeitung „Habertürk“ von Januar wurden die beiden bei einer Polizeirazzia in der türkischen Hauptstadt Ankara in Polizeigewahrsam genommen. Adnan S. soll unter dem Decknamen Aleksandar Mitic agiert haben. Zulhajrat S. stammt nach Angaben von „Habertürk“ aus Makedonien.

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Türkei: Mit Gewalt gegen die Nein-Sager

Bild: heise.de/tp
Bild: heise.de/tp
Der Wahlkampf um das Verfassungsreferendum in der Türkei hat begonnen. Die AKP und die ihr nahestehenden Medien trommeln kräftig für ein „Ja“, während aktuelle Umfragen weiter darauf hindeuten, dass eine deutliche Mehrheit der türkischen Bevölkerung gegen die Einführung des Präsidialsystems ist.

Von Gerrit Wustmann | TELEPOLIS

Laut einer Erhebung des Gezici-Instituts würden momentan fast 60 Prozent mit „Nein“ stimmen, sogar 35 Prozent der AKP-Wähler sollen die Reform ablehnen, berichtet BirGün. Die überwältigende Mehrheit der Anhänger der Oppositionsparteien CHP und HDP will demnach ebenso mit „Nein“ stimmen wie rund 70 Prozent der Anhänger der rechtsnationalistischen MHP, deren Parteispitze die Reform im Parlament mitgetragen hat.

Ende Januar wollen sich die Abweichler innerhalb der Partei in Ankara treffen, um ihre eigene Nein-Kampagne zu starten. Die Reform würde ein Ein-Mann-Regime ohne Gewaltenteilung etablieren, warnte der MHP-Abgeordnete Yusuf Halaçoğlu gegenüber der Hürriyet. Auch CHP und HDP kämpfen für das „Nein“, ebenso wie zahlreiche zivilgesellschaftliche Gruppierungen.

Ministerpräsident Binali Yildirim richtete Ende vergangener Woche eine deutliche Warnung an die Reformgegner. Die Hürriyet zitiert ihn mit den Worten, die Opposition müsse „umdenken. Wer sich dem Wandel widersetzt, wird ausgelöscht.“ Erst vor einigen Tagen hatte er zudem angekündigt, der Ausnahmezustand werde solange andauern, bis die Gülen-Bewegung vernichtet sei.

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Wer steckt hinter den geheimnisvollen Plakaten mit der Papst-Kritik?

Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Verehrungswürdige Puppe. Themenbild
Quer durch Rom tauchen wie aus dem Nichts papstkritische Poster auf. Anonym und umso schwerer in den Vorwürfen. Aus welcher Richtung dem Pontifex der raue Wind entgegenschlägt, ist unklar. Doch es gibt einen Verdacht.

stern.de

Es ist ein Wust an Wut gegen den Papst, der sich in den Straßen von Rom manifestiert. Quer durch die Stadt bis vor die Mauern des Vatikans tauchen am Samstagmorgen Poster auf, gekleistert an städtische Plakatwände, mit einem Foto eines grimmig dreinblickenden Franziskus. Ohne Hinweis auf den Absender, dafür mit schweren Vorwürfen gegen den Pontifex. Formuliert im römischen Dialekt, als wäre der Argentinier ein Kumpel, nicht der Heilige Vater.

„A France'“ – was so viel heißt wie „He Franz“ -, beginnen die anonymen Autoren der Plakate ihre Botschaft, „du hast die Kongregationen unter Aufsicht gestellt, Priester entfernt, den Malteserorden und die Franziskaner der Immakulata enthauptet, Kardinäle ignoriert … Aber wo ist deine Barmherzigkeit?“.

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Bedford-Strohm denkt über „sichtbare Einheit der Kirchen“ nach

Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) Heinrich Bedford-Strohm ist zuversichtlich, dass unter Papst Franziskus im Jahr des 500. Reformationsjubiläums eine weitere Annäherung zwischen Protestanten und Katholiken möglich ist.

Von Karsten Frerichs | evangelisch.de

Es sei an der Zeit, gemeinsam über weitere konkrete Schritte auf dem Weg zur sichtbaren Einheit der Kirchen nachzudenken, sagte der oberste Repräsentant der deutschen Protestanten am Sonntag dem Evangelischen Pressedienst (epd) vor seinem Abflug nach Rom. Dort wird Bedford-Strohm am Montag an der Spitze einer hochrangigen EKD-Delegation vom katholischen Kirchenoberhaupt im Vatikan empfangen.

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Österreich: Integrationsgesetz bringt mehr Deutschkurse und Burkaverbot

Das Gesetzespaket enthält ein eigenes neues Vollverschleierungsgesetz. – APA/BORIS ROESSLER/DPA
Das Gesetzespaket enthält ein eigenes neues Vollverschleierungsgesetz. – APA/BORIS ROESSLER/DPA
Ab Montag geht das Gesetzespaket in die Begutachtungsphase. Es sieht etwa 35.000 neue Deutschkursplätze, 0-Euro-Jobs und etwaige Verbote von Koran-Verteilungen vor.

Die Presse.com

Das neue Integrationsgesetz, das am Montag in Begutachtung geht, bringt ein Integrationsjahr, mehr Deutschkurse, gemeinnützige Arbeit für Asylberechtigte sowie ein Burkaverbot im öffentlichen Raum. Das Sammelgesetz umfasst gleich eine ganze Reihe von Gesetzesinitiativen und ist die erste Maßnahmen aus dem neuen SPÖ-ÖVP-Regierungsprogramm „Für Österreich“.

Im Rahmengesetz zum Integrationsgesetz wird zum einen der Integrationsbegriff definiert und ein Rechtsanspruch auf einen Deutschkurs festgelegt. Ein Integrationsvertrag sieht künftig die Verpflichtung zu Deutschkursen, Wertekursen sowie zur Annahme von Arbeit vor. Bei Verstößen gegen diese Verpflichtungen kann es zur Streichung der Mindestsicherung kommen. Derzeit befinden sich 15.000 Teilnehmer in Wertekursen. 2017 sollen 35.000 neue Deutschkursplätze geschaffen werden.

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Berufungsgericht weist Antrag der Trump-Regierung ab

usaEin Bundesrichter zwingt Trump, sein Einreiseverbot für viele Muslime auszusetzen. 24 Stunden später ruft die US-Regierung ein Berufungsgericht an. Dieses gibt dem Bundesrichter jetzt Recht.

DIE WELT

Ein US-Berufungsgericht hat in der Nacht zum Sonntag den Einspruch der US-Regierung gegen die Aufhebung der Einreisesperre für Menschen aus sieben muslimischen Staaten zurückgewiesen. Das teilte das Gericht Sonntagfrüh mit. Ein Bundesgericht in Seattle hatte am Freitag den von US-Präsident Donald Trump Einreise-Erlass gekippt.

Das Berufungsgericht des 9. US-Bezirks forderte beide Parteien – die Regierung Trump und den Staat Washington – auf, bis Montagnachmittag weitere Argumente zu ihren Standpunkten vorzubringen.

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Das Erbe der Vorfahren

Peter Teuschel Der Ahnen-Faktor Verlag: Schattauer, Stuttgart 2016 ISBN: 9783794531066
Peter Teuschel
Der Ahnen-Faktor Verlag: Schattauer, Stuttgart 2016
ISBN: 9783794531066

Zweifelsfrei: Die Familie prägt uns. Daher spielt in einer Psychotherapie die Beziehung des Patienten zu seinen Eltern oder Großeltern oft eine wichtige Rolle. Sollen wir uns darüber hinaus noch intensiver mit unseren Ahnen beschäftigen?

Von Nele Langosch | Spektrum.de

Davon ist Peter Teuschel überzeugt. Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie meint, wir seien unseren Vorfahren in hohem Maß verbunden; ihre Ängste, Hoffnungen, Konflikte oder Glücksmomente könnten auch noch unser heutiges Leben beeinflussen. Ihre Erfahrungen lebten gar in uns weiter.

Der niedergelassene Psychiater bindet Ahnen regelmäßig in die Therapie mit ein. Dafür fragt er seine Patienten zum Beispiel, was sie über ihre Urgroßeltern wissen, oder lässt sie die Beziehungen zwischen den Familienmitgliedern skizzieren. Indem man sich mit den eigenen Vorfahren auseinandersetze, lerne man sich selbst besser kennen, so seine Annahme. Immer wieder kämen unbewusste Überzeugungen und unausgesprochene Regeln zum Vorschein, die über Generationen hinweg weitergegeben würden. Häufig spielten Scham und Schuld, körperliche Gewalt oder Familiengeheimnisse eine Rolle, aber auch positive Gefühle wie Stolz.

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Vier Paar Stiefel für ein Halleluja: Cowboykirchen boomen

Die Band Justified By Face in Fort Worth. dpa/Justified By Face
Die Band Justified By Face in Fort Worth. dpa/Justified By Face
Die Zahl der Christen in den USA nimmt ab. Doch vor allem im Süden und Westen des Landes kommt eine Sonderform der Religionsausübung in Mode: Cowboykirchen.

FOCUS ONLINE

Bluejeans, kariertes Hemd und vor allem große Hüte – so stellt man sie sich vor. Doch in Texas sind Cowboys im Namen des Herren unterwegs. Jeden Sonntag treffen sie sich zum Gottesdienst, in den alten Viehhöfen von Fort Worth.

In den historischen Stockyards der texanischen Stadt, wo einst Schafe gehandelt und zur Verladung auf Güterzüge zusammengetrieben wurden, wird heute Gottes Wort gepredigt. Jeden Sonntag. Nicht etwa um 10.00 Uhr morgens. Nein, „High Noon“, steht als Hinweis zur Uhrzeit auf dem unscheinbaren Schild, das Gläubige zum Gottesdienst locken soll.

Soziologe Lessenich: „Wir leben auf Kosten anderer“

Hier die reichen Industriestaaten, dort der Rest: Von Umweltschäden bis hin zu miesen Arbeitsbedingungen – wir lagern aus. Soziologe Stephan Lessenich über die Externalisierungsgesellschaft, die alles daransetze, herrschende Zustände zu verfestigen

Interview Peter Mayr | derStandard.at

STANDARD: Bertolt Brecht hat einmal gedichtet: „Reicher Mann und armer Mann standen da und sah’n sich an. Und der Arme sagte bleich: Wär‘ ich nicht arm, wärst du nicht reich.“ Ihr Befund über die Lebenswelt in den Industriestaaten lautet ähnlich: „Uns geht es gut, weil andere den Gürtel enger schnallen.“ Sind wir Schmarotzer?

Lessenich: Schmarotzer hat so einen moralisierenden Anklang. Aber es ist nicht von der Hand zu weisen, dass unsere Lebensweise nur möglich ist, weil es in weiten Weltregionen eben nicht geht, entsprechend zu leben. Wir leben auf Kosten anderer.

STANDARD: Ihrer Meinung nach wissen die meisten Menschen darüber Bescheid, ignorierten aber und verdrängten. Warum spielen alle mit?

Lessenich: Es gibt entweder ein Wissen darüber oder zumindest eine starke Ahnung, dass es nicht mit rechten Dingen zugehen kann, wenn in bestimmten Weltregionen die Menschen im Durchschnitt auf sehr großem Fuß leben und andernorts die Leute sterben. Warum sich nichts ändert? Im Wesentlichen ist das eine Frage der Übersetzung von Wissen in Handeln. Große Bevölkerungsmehrheiten in unseren Ländern sind in einer Profiteursposition. Aus naheliegenden Gründen will niemand von dem relativ guten Leben, das wir im Weltmaßstab führen, lassen. Warum auch? Solange es irgendwie funktioniert und solange wir das Negative ausblenden können, gibt es keinen Grund für Änderungen.

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Trump und die Geheimdienste

Bild: heise.de/tp
Bild: heise.de/tp
Leaks von Telefongesprächen, verhaftete russische Agenten, Schadensersatzforderungen wegen des Trump-Dossiers und die Ernennung einer mit Folter verbundenen CIA-Direktorin

Von Florian Rötzer | TELEPOLIS

Donald Trump schätzt bekanntlich die Geheimdienste nicht so, auch wenn die eigentlich die Aufgabe haben, das von der amerikanischen Politik gerne beschworene „Böse“ zu bekämpfen oder zumindest über es aufzuklären. Den festen Sitz im Nationalen Sicherheitsrat hat er dem obersten Geheimdienstchef DNI genommen und seinem Chefstrategen oder -berater Bannon hereingeholt, der wiederum den Trump-Kritikern als böser Geist im Weißen Haus gilt.

Gestern hat Trump in einem Tweet auch wieder klar gemacht, dass das Böse natürlich von außen kommt, wogegen er, darin ganz der Mann vom Hoch- und Tiefbau, aber lieber statt Geheimdiensten geschlossene Grenzen und materielle Mauern setzt: „We must keep „evil“ out of our country!“ Mit dem Einreiseverbot aus den sieben muslimischen Ländern und den Sanktionen gegenüber Iran hat er neue Unruhe in der sowieso brennenden Region geschaffen. So könnten die USA mit ihren Truppen im Irak, die mit den Truppen der schiitisch dominierten Regierung, wozu inzwischen auch die schiitischen Milizen kommen, schnell auf wachsende Widerstände stoßen, was die von Trump angekündigte Auslöschung des IS, aber auch den Einfluss der USA auf die Region beeinträchtigen könnte. Der Iran reagierte bereits mit großen Militärübungen, bei denen wieder Raketentests stattfinden.

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Lässt sich Evolution beobachten?

Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB
Darwin-Büste im Naturkunde-Museum Berlin. Bild: BB

Charles Darwin beschrieb im 19. Jahrhundert, wie sich Arten entwickeln und wie neue Arten entstehen. Seine Evolutionstheorie gilt heute als wissenschaftlich bewiesen – zumindest in weiten Teilen der Welt. In der Türkei soll Darwins Evolutionslehre nun aus den Lehrplänen fliegen und auch in Trumps Amerika gibt es vielfältige Bemühungen, Gott an die Stelle der Evolution zu setzen. Aber lässt sich Evolution nicht auch beobachten? Diese Frage versucht Thomas Prinzler zu beantworten.

INFOradiorbb

Jetzt gerät also auch noch die Evolution in den Fokus der Potentaten. Ministerpräsident Erdogan will eine islamische Türkei und sein Bildungsminister Ismet Yilmaz lässt schon mal die Lehrpläne korrigieren. Für gute Muslime ist Gott der Schöpfer und der Mensch kann nicht vom Affen abstammen. Dabei zeigen seit Jahren archäologische Funde nicht nur in Afrika  und paläogenetische Untersuchungen, wie sich Arten verändern und neu bilden.

Und vor wenigen Jahren waren es Berliner Forscher vom Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung, die die Geburt einer neuen Elefantenart beobachteten, wie sich Elefanten in Thailand in zwei Arten aufspalten.

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„Die Kirche greift in Grundrechte ein“

Bild: fis-kirchenrecht.de
Bild: fis-kirchenrecht.de

Der Trierer Stadtrat fordert volle Arbeitnehmerrechte für alle Beschäftigten kirchlicher Einrichtungen. Der Beschluss berührt auch zwei Jahre nach den Änderungen der Bischofskonferenz 2015 ein hochsensibles und emotionales Thema.

Von Jörg Pistorius | Volksfreund.de

Wer sich scheiden lässt und dann wieder heiratet, muss um seinen Job fürchten – wenn er für die katholische Kirche arbeitet. Das war über Jahrzehnte hinweg die Realität der Arbeitnehmer in kirchlichen Einrichtungen, bis die Bischofskonferenz das Arbeitsrecht 2015 geändert und gelockert hat. Seitdem sollen Scheidung und Neuheirat oder auch die eingetragene Lebenspartnerschaft „nur noch in Ausnahmefällen“ Gründe sein, Mitarbeitern in katholischen Krankenhäusern, Kindergärten oder Schulen zu kündigen.

Wann ist ein Fall ein Ausnahmefall? Die Antwort der Bischöfe: wenn ein „erhebliches Ärgernis in der Dienstgemeinschaft“ vorliegt oder die „Glaubwürdigkeit der Kirche beeinträchtigt“ sei.

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FBI darf auf Daten von Google-Kunden im Ausland zugreifen

Image: searchengineland.com/ prep.bb
Image: searchengineland.com/ prep.bb
Rückschlag für Datenschützer: Ein US-Amtsgericht hat entschieden, dass Google dem FBI Mails auf ausländischen Servern zur Verfügung stellen muss. Das Urteil widerspricht einem Entscheid aus dem Jahr 2016.

SpON

Das FBI darf auf Daten von Google-Kunden auf ausländischen Servern zugreifen. Das entschied ein Amtsgericht in Philadelphia.

Das Urteil widerspricht einer Entscheidung eines New Yorker Berufungsgerichts in einem ähnlichen Fall – die Regierung von Präsident Barack Obama hatte damals von Microsoft verlangt, auf einem Server in Dublin gespeicherte E-Mails aus einem E-Mail-Account bei MSN.com auszuhändigen. Im Juli 2016 war Microsoft durch die Entscheidung eines New Yorker Bundesberufungsgerichts von dieser Pflicht entbunden worden. Das Urteil stieß unter Technologie- und Medienunternehmen wie Apple oder Cisco, aber auch unter Datenschützern auf Zustimmung.

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Le Pen will „Frexit“ und NATO-Austritt

– (c) APA/AFP/JEFF PACHOUD
– (c) APA/AFP/JEFF PACHOUD
Das geht aus dem Programm für den Präsidentenwahlkampf in Frankreich hervor, das am Samstag in Lyon veröffentlicht wurde.

Die Presse.com

Die Rechtspopulisten der Front National (FN) von Marine Le Pen stellen nun auch die NATO-Mitgliedschaft Frankreichs infrage. Das geht aus dem Programm für den Präsidentenwahlkampf hervor, das am Samstag in Lyon veröffentlicht wurde. Die FN will gleichzeitig mehr für die Verteidigung ausgeben und die Wehrpflicht wiedereinführen.

Die rechtsextreme Partei bekräftigte, nach einem Sieg Le Pens bei der Wahl ein Referendum über den Austritt aus der Europäischen Union abhalten zu wollen. Die Kandidatin Le Pen hatte einen EU-Austritt Frankreichs („Frexit“) nach britischem Vorbild bereits angekündigt. Über den Brexit wird in Brüssel bisher noch nicht verhandelt.

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TV-Doku: „Krebs wird es immer geben“

 Die Chirurgie war die erste moderne Krebstherapie. Sie ging allerdings oft unnötig radikal vor. (Foto: © Harvard Medical School)
Die Chirurgie war die erste moderne Krebstherapie. Sie ging allerdings oft unnötig radikal vor. (Foto: © Harvard Medical School)
Zwischen Fortschrittsglaube und Demut: Arte zeigt die Verfilmung des hochgelobten Krebs-Sachbuchs „Der König aller Krankheiten“.

Von Berit Uhlmann | Süddeutsche.de

In einer nebligen Nacht 1917 gingen in Belgien Senfgas-Granaten über britischen Truppen nieder. Tagelang hing das Gift über dem Schlachtfeld, bis auch die Toten nach Senf rochen. Bei den wenigen Männern, die den Angriff überlebten, machten Pathologen später eine verblüffende Entdeckung. Das Gift hatte nicht blind in den Körpern gewütet, sondern bestimmte blutbildende Zellen im Knochenmark vernichtet und andere verschont. Könnte man auf diese Weise gezielt die entarteten Zellen von Blutkrebs-Patienten angreifen?

Senfgas erwies sich nicht als Lösung, dennoch war der Fund ein Meilenstein in der Entwicklung moderner Chemotherapien. Es sind solche Episoden, mit denen es der US-Onkologe und Buchautor Siddhartha Mukherjee schaffte, dass sich Menschen von einem Geschehen faszinieren lassen, das sie normalerweise aus ihren Köpfen zu verbannen suchen: dem unkontrollierten Wuchern von Zellen.

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Ordenskongregations-Sekretär beklagt 2.300 Austritte im Jahr 2015

Jose Rodriguez Carballo im „Osservatore“: Auch junges Alter der Austretenden gibt zu denken – Papst feiert am Donnerstag mit Tausenden Ordensleuten „Tag des Geweihten Lebens“ im Petersdom

kath.net

Mehr als 2.300 Ordensmänner und Ordensfrauen verlassen jedes Jahr ihre Kongregationen. Das sei eine traurige Realität, die der Papst als ein „Ausbluten des Geweihten Lebens“ bezeichne, sagte der Sekretär der Ordenskongregation, Erzbischof Jose Rodriguez Carballo, in einem Interview für den „Osservatore Romano“. Anlass ist der „Tag des Geweihten Lebens“, den die Kirche jährlich am Fest Mariä Lichtmess (2. Februar) begeht. Papst Franziskus feiert am Donnerstagabend im Petersdom mit Tausenden in Rom wirkenden oder studierenden Ordensleuten aus zahlreichen Ländern einen Festgottesdienst.

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Warum Tunesien größter Exporteur von islamistischen Kämpfern ist

Auch der Attentäter vom Breitscheidplatz in Berlin, Anis Amri, stammte aus Tunesien. Amris Mutter Nour Al Houda (r.) hält voller Trauer ein Bild ihres Sohnes in den Händen.
Auch der Attentäter vom Breitscheidplatz in Berlin, Anis Amri, stammte aus Tunesien. Amris Mutter Nour Al Houda (r.) hält voller Trauer ein Bild ihres Sohnes in den Händen.
Es war in Tunesien, wo 2011 der Arabische Frühling begann, der in der Region so viel Hoffnung verbreitete. Heute ist das kleine Land im Norden Afrikas vor allem berüchtigt für Terror: Tausende Tunesier kämpfen im Ausland für den Islamischen Staat. Warum?

stern.de

In Hessen wird ein 36-jähriger Tunesier festgenommen, weil er für den IS einen Anschlag in Deutschland geplant haben soll. Auch die Attentäter von Nizza und Berlin waren Tunesier. Der jungen Demokratie fehlen Konzepte, wie sie mit den Tausenden Islamisten umgehen will.

Als der Terror Tunesien im März 2015 erreicht und mehr als 20 Touristen beim Anschlag auf das berühmte Bardo-Museum sterben, hat die Regierung in Tunis die Gefahr bereits erkannt, die sich in einigen Moscheen im Land entwickelt hat. Im Fernsehen und Internet lässt das Religionsministerium dröge Werbeclips laufen, die die Vielfalt der tunesischen Gesellschaft zeigen oder die Trauer der Familie, wenn sich der Sohn dem Heiligen Krieg angeschlossen hat. Die simple Nachricht: Tunesien ist kein Land des Terrors. Zu diesem Zeitpunkt haben aber schon Tausende junger Männer das Land verlassen und lassen sich in Terrorcamps im benachbarten Libyen ausbilden.

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Why Do Birds Have Such Crazy Beaks?

Image: MOTHERBOARD
Image: MOTHERBOARD
A citizen science project measured over 2,000 bird beaks to help figure out why they’re so crazy looking.

By Daniel Oberhaus | MOTHERBOARD

When Charles Darwin made his now infamous trip to the Galapagos Islands in the early 19th century, he made a trivial observation that would nevertheless end up profoundly changing our understanding of the natural world. He noticed that the beak shapes of birds differed drastically from island to island. For example, cactus finches had longer, pointed beaks than ground finches, and warbler finches had thinner and more pointed beaks than both. The question, of course, was what led to this variation and pondering this question would eventually lead Darwin to the theory of evolution for which he is now famous.

Yet 180-odd years after Darwin circumnavigated the globe on the HMS Beagle, researchers are still investigating how bird beaks came to be so diverse. Most recently, researchers at the University of Sheffield have enlisted the public’s help in measuring 3D scans of bird beaks from over 2,000 species kept in London’s Natural History Museum and the Manchester Museum. Based on this crowdsourced data, the researchers hoped to discover how bird beaks evolved over time.

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