Ägyptischer Attentäter in Paris: Gute und böse Staaten


Donald Trumps Einreiseverbot für Menschen aus bestimmten mehrheitlich muslimischen Ländern ist sinnlos. Glücklicherweise wurde es nun aufgehoben

Von Gudrun Harrer | derStandard.at

Abgesehen von den nun glücklicherweise schlagend gewordenen verfassungsrechtlichen Einwänden gegen Donald Trumps selektives US-Einreiseverbot hat es auch nur wenige Tage gebraucht, um dessen faktische Sinnlosigkeit zu beweisen: Nicht in den USA, aber in Frankreich – und Europa ist ja für Trump abschreckendes Beispiel – hat ein in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) lebender und dort radikalisierter Ägypter mit Touristenvisum versucht, Menschen zu ermorden.

Beide Staaten, VAE und Ägypten, stehen nicht auf der roten Liste des US-Präsidenten. Um deren angeblichen Zweck zu hinterfragen, muss man nun nicht mehr zum 11. September 2001 zurückgehen. Bei den Anschlägen in den USA waren ja neben 15 Staatsbürgern Saudi-Arabiens, das ebenfalls nicht vom Trump-Bann betroffen ist, zwei Emirater und ein Ägypter dabei (sowie ein Libanese).

weiterlesen