Le Pen: Alles wird französisch


Ausstieg aus dem Euro, Ausstieg aus der EU, wahrscheinlich auch aus der Nato. In der Innenpolitik soll das Französische als Priorität Verfassungsrang bekommen

Von Thomas Pany | TELEPOLIS

Es herrschte kurz Verwirrung darüber, was progressiv und links und was reaktionär und rechts ist. Mit dem Auftakt zur Endrunde des Wahlkampfs in Frankreich, des Landes, wo rechts und links erfunden wurden, werden die Pole wieder eindeutiger gesetzt.

Der Kandidat der Linken, Jean-Luc Mélenchon, trat an zwei Orten zugleich auf, in Lyon als echte Person präsent und in Aubervilliers (Seine-Saint-Denis) als Hologramm. Er sprach vom Glanz der Wissenschaften („Gloire à l’esprit humain, gloire à nos chercheurs!“) und davon, dass auf die Meere aufgepasst werden soll.

Die Kandidatin der Rechten, Marine Le Pen, präsentiert ein reaktionäres Programm, das Frankreich zusammenschließen soll. Sie sprach vor allem davon, dass Franzosen künftig bevorzugt werden sollen.

Rechtsextrem? In jüngster Zeit haderten die Journalisten und Experten im Nachbarland, ob man Le Pen und den Front National noch als „rechtsextrem“ bezeichnen kann. Dass dies im Gegensatz zu früher nicht mehr so eindeutig feststand, lag an einer sorgfältigen Imagkampagne, die Le Pen von der politischen Herkunft der Partei befreien sollte. Dieser Weg wird weiter beschritten.

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